Lernziele

Gerade weil die Farbgestaltung eine „reine Geschmackssache“ ist, müssen wir die Rezepte und Methoden zur Kultivierung unseres sinnlichen Erlebens gründlich studieren.
Wie der Geschmack unserer Nahrung verweist auch die Farbe auf den Nährwert und die Bekömmlichkeit. Die Kenntnis der Geruchs- und Geschmacksassoziationen einer Farbe bildet daher nicht nur einen wesentlichen Bestandteil jeglicher Esskultur, sondern auch die Voraussetzung für eine ästhetisch befriedigende und nachhaltige Umweltgestaltung.
Durch die kreative Auseinandersetzung mit den olfaktorischen und gustatorischen Wirkungen der Farbe verfeinert sich nicht nur der „Geschmack“. Es bilden sich auch neue Fähigkeiten zur Gestaltung und Darstellung von Ideen.

Inhalte

Die Erwartungshaltung in Bezug auf die stoffliche Struktur unseres Lebensraums entwickelt sich anhand der Oberflächenmerkmale, wobei die Geruchs- und Geschmacksassoziationen eine wichtige Rolle einnehmen.
Wir werden die spezifischen Geruchs- und Geschmackseigenschaften der bedeutsamsten Farben herausarbeiten und uns damit einen sinnlichen und kognitiven Zugang zu unserem bedeutsamsten Phänomen schaffen.
Nach der Arbeit inhaltlichen und qualitativen Untersuchung einer Farbe folgt die Auseinandersetzung mit der Interaktion von Körper und Hintergrund.
Während der Woche wird ein Farbenkochbuch geführt, in dem jeder fotodokumentierte Farbton nachgemischt wird und einen Farbnamen erhält (z.B. Minzgrün, Zitronengelb, Kürbiskernbraun …).
Am Ende kocht jede Gruppe zum Thema ihrer Farbe ein Essen, bei dem sowohl der gesamte Kontext, wie auch das Ritual des Verzehrs inszeniert wird.

Kursdauer

1 Kompaktworkshop mit 5 Arbeitstagen

 

Mehr zu Methoden und Didaktik in der Publikation „Grundlagen der kreativen Gestaltung“ (In Vorbereitung, Vormerkungen bitte an mail@axelbuether.de)


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