Farbe und Licht in der Markenkommunikation

Bei unserem anschaulichen Wissen handelt es sich nicht um eine Ansammlung von Fakten, sondern um ein räumlich organisiertes Beschreibungsmodell, in dem wir unsere multisensual erworbenen Erfahrungen zeitlebens auf eine möglichst widerspruchsfreie Weise verknüpfen. Aus diesem Grund bedarf es einer ganzheitlichen Theorie der anschaulichen Gestaltung und Kommunikation, die erklärt, warum der Mensch in den Farb- und Lichtstrukturen der Umwelt Materialien, Formen, Bewegungen, Gerüche, Klänge, Emotionen sowie Verhaltensweisen und Handlungszusammenhänge sehen kann. Während wir Farbe und Licht nach der Geburt noch rein phänomenal erleben, entwickelt sich aus der Wechselwirkung mit allen anderen Sinneserfahrungen eine immer komplexer werdende mediale Zeichenfunktion. Nach und nach müssen wir immer weniger Dinge berühren, kosten oder ausprobieren, da uns sich uns zunehmend mehr Gerüche, Töne, Materialien, Bewegungen, wie auch Verhaltenszustände und Handlungsintentionen über die Ereignisstruktur der Umwelterscheinungen aus Farbe und Licht mitteilen. Heute nutzen wir die Medien Farbe und Licht als Erkenntnis- und Verständigungs- sowie als Problemlösungs- und Vermittlungsinstrumente, was sich in der Entwicklung und Anwendung neuer Medientechnologien widerspiegelt.

 

Mehr in der Publikation: „Multisensuale Markenkommunikation, Grundlagen – Innovative Ansätze – Praktische Umsetzungen“, Hrsg. v. Kilian/Springer, ISBN :  978-3-8349-2464-3, Erscheinung geplant Frühjahr/Sommer 2012


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