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	<title>Augenentwicklung-Archiv - Farbpsychologie</title>
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		<title>Als die Welt bunt wurde</title>
		<link>https://axelbuether.de/2019/als-die-welt-bunt-wurde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Axel Buether]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Nov 2019 12:01:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Öffentlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Augenentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[biologische Funktion]]></category>
		<category><![CDATA[Evolution]]></category>
		<category><![CDATA[Farbe]]></category>
		<category><![CDATA[Farbkultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Evolution der Farbwelt Die Urzeit war grau: Erst allmählich wurden Pflanzen bunt und lockten so Tiere an. Heute seien Farben „das größte Kommunikationssystem der Menschen“, so Farbforscher Axel Buether. Auf diesem System basiere auch die Entwicklung unseres Gehirns. Erst allmählich entwickelten sich im Zuge der Evolution Farben: als erstes vor allem die Grüntöne der [&#8230;]</p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1600" height="1067" src="https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2020/12/Blüte-Schmetterlinge.jpg" alt="" class="wp-image-6124" srcset="https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2020/12/Blüte-Schmetterlinge.jpg 1600w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2020/12/Blüte-Schmetterlinge-512x341.jpg 512w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2020/12/Blüte-Schmetterlinge-1024x683.jpg 1024w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2020/12/Blüte-Schmetterlinge-768x512.jpg 768w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2020/12/Blüte-Schmetterlinge-1536x1024.jpg 1536w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2020/12/Blüte-Schmetterlinge-24x16.jpg 24w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2020/12/Blüte-Schmetterlinge-36x24.jpg 36w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2020/12/Blüte-Schmetterlinge-48x32.jpg 48w" sizes="(max-width: 1600px) 100vw, 1600px" /><figcaption>Evolution der Farbensprache bei Schmetterlingen und Blütenpflanzen (copyright shutterstock)</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Die Evolution der Farbwelt</h3>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Urzeit war grau: Erst allmählich wurden Pflanzen bunt und lockten so Tiere an. Heute seien Farben „das größte Kommunikationssystem der Menschen“, so Farbforscher Axel Buether. Auf diesem System basiere auch die Entwicklung unseres Gehirns. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst allmählich entwickelten sich  im Zuge der Evolution Farben: als erstes vor allem die Grüntöne der  Pflanzen, dann immer buntere Farbschattierungen. Dabei gehe es um  das Prinzip „Sehen und Gesehen-Werden“, sagt Buether. Während sich bei  Pflanzen unterschiedliche Farbstoffe ausbildeten, entwickelten sich bei  Tieren Farbsehstoffe in den Augen. So sei eine extrem schöpferische Wechselwirkung zwischen  Pflanzen und Tieren entstanden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Sehen und Gesehen-Werden</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die
 Pflanze locken mit ihren Farben Tiere, wie heutzutage Bienen, an und 
können sich dadurch erfolgreicher fortpflanzen. Über die genetische 
Auslese seien dann immer schönere Farbtöne und immer prächtigere Früchte
 entstanden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus diesem Zusammenspiel aus „Sehen und 
Gesehen-Werden“ hätten sich langsam Kommunikationsmechanismen 
entwickelt, so Buether. „Und wir gehen heute davon aus, dass sich 
komplexe Nervensysteme wie unser Gehirn tatsächlich über solche 
Kommunikationsmechanismen entwickelt haben.“</p>



<h3 class="wp-block-heading">Rot als wichtigste Farbe</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Für
 den Menschen sei Rot die wichtigste Farbe. „Wenn irgendetwas rot ist, 
müssen wir sofort hinschauen.“ Dies lasse sich auf aufgrund des Aufbaus 
unseres Auges verdeutlichen, speziell der Anordnung der für die 
Farbwahrnehmung zuständigen Zapfen auf unserer Netzhaut: Die für die 
Wahrnehmung der blauen Farbe zuständigen Zapfen finden sich am äußersten
 Rand, weswegen wir blau auch nur verschwommen wahrnehmen können – so 
Buether. Weiter mittig seien die grünen Zapfen gelegen. Im inneren 
Zentrum der Netzhaut, wo das aufgenommen werde, was wir die ganze Zeit 
und sehr bewusst sehen –&#8220;befinden sich ausschließlich rotempfindliche 
Sehzellen“.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Farben als teures Handelsgut</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mensch hat 
sich aber nicht damit begnügt, Farben zu sehen. Er begann, sie auch 
selbst herzustellen. Die ältesten Zeugnisse davon, Höhlenmalereien, 
seien etwa 30.000 bis 40.000 Jahre alt, sagt Buether. „Die Menschen 
haben angefangen, mit Erdfarben ihre Welt zu malen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kein Wunder,  dass Farben später zu einem teuren Handelsgut avancierten, teilweise  genauso viel Wert wie Gold und Silber: „Sinn der Farbe ist natürlich:  Status anzeigen. Das heißt, umso wertvoller die Farbpigmente sind, desto  wichtiger ist auch der Mensch in der sozialen Hierarchie.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Podcast zum Nachhören: Deutschlandfunk Kultur ECHTZEIT Beitrag vom 02.11.2019 <a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/evolution-und-farben-als-die-welt-bunt-wurde.2147.de.html?dram:article_id=462470" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Als die Welt bunt wurde (öffnet in neuem Tab)">Als die Welt bunt wurde</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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