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	<title>Gedächtnisreferenz-Archiv - Farbpsychologie</title>
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	<title>Gedächtnisreferenz-Archiv - Farbpsychologie</title>
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		<title>Wahrnehmung von Verhalten, Nutzen und Handlungsintentionen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Axel Buether]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Dec 2010 10:49:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Für jede Handlung müssen wir die Positionsräumlichkeit unseres Körpers zur Situationsräumlichkeit des Objektes in Bezug setzen. Auf diese Weise spiegelt die Körperräumlichkeit einer Treppe unser Bewegungskonzept in anschaulicher Form wider. Die Gedächtnisreferenz unseres Anschauungsraums bildet unsere Denk- und Handlungsmatrix, da sich hierin alle uns vorstellbaren Aktionen repräsentieren. Gehen uns diese Informationen in Folge einer Gehirnschädigung [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Für jede Handlung müssen wir die Positionsräumlichkeit unseres Körpers zur Situationsräumlichkeit des Objektes in Bezug setzen. Auf diese Weise spiegelt die Körperräumlichkeit einer Treppe unser Bewegungskonzept in anschaulicher Form wider. Die Gedächtnisreferenz unseres Anschauungsraums bildet unsere Denk- und Handlungsmatrix, da sich hierin alle uns vorstellbaren Aktionen repräsentieren. Gehen uns diese Informationen in Folge einer Gehirnschädigung verloren, können wir unserem Körper und den Gegenständen der Umwelt nicht mehr ansehen, für was und wie sie zu gebrauchen sind. Sie behalten ihren Namen und verlieren ihre Eigenschaften.</p>
<p>Alle willkürlichen Körperbewegungen werden vom motorischen Cortex unseres Gehirns gesteuert. Dazu zählen auch die Augenmuskeln, die einen integralen Bestandteil unseres Muskel- und Gelenksystems bilden. Die Blickbewegungen stellen daher gleichermaßen Handlungen dar, durch die wir zukünftige Ereignisse antizipieren. Für die Koordinierung unserer Blickbewegungen brauchen wir spezifische Handlungskonzepte, die als Wissen in unserem deklarativen Gedächtnis gespeichert werden. Auf der anderen Seite wird unser Blick entlang der Kontrastgrenzen in der Farb- und Lichtstruktur der Umwelt geführt. Hieraus resultiert die anschauliche Formensprache aller Dinge, die uns ihre „Gebrauchsanweisungen“ mitteilen, insoweit wir sie „lesen“ können. Wir erleben die Formensprache der Natur als funktional, weil wir uns im Verlauf der Evolution daran angepasst haben. Die anschauliche Gestaltung dagegen ist nur insoweit funktional, wie sie uns über die Gebrauchseigenschaften der Dinge informiert.</p>
<p>Unsere Sehfähigkeit lässt sich in nahezu allen Handlungsfeldern unbegrenzt fördern. Hieraus begründet sich der Unterschied zwischen Laien und Experten. Auf diese Weise kann ein Trainer den Spielverlauf voraussehen, der Architekt das Gebäude und der Arzt den Behandlungserfolg. Die Bildung der räumlich-visuellen Kompetenz beinhaltet die methodische Förderung unserer Fähigkeiten zur Antizipation von möglichen Handlungsverläufen und funktionalen Zusammenhängen. Die hieraus entstehende Denk- und Handlungsmatrix im Gehirn ermöglicht uns die Planung zukünftiger Ereignisse.</p>
<p><span style="color: #888888;"><a title="Die Bildung der räumlich-visuellen Kompetenz" href="https://axelbuether.de/2010/die-bildung-der-raumlich-visuellen-kompetenz/"><span style="color: #888888;">Publikation &#8222;Die Bildung der räumlich-visuellen Kompetenz&#8220;</span></a></span></p>
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		<title>Erforschung der Wahrnehmung aus der Negation</title>
		<link>https://axelbuether.de/2010/weshalb-bilden-die-raumvorstellungen-von-blinden-menschen-den-schlussel-zum-verstandnis-der-raumlich-visuellen-kompetenz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Axel Buether]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Dec 2010 11:20:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Für Menschen mit normalem Sehvermögen ist die Vorstellung von einem Leben außerhalb der sichtbaren Welt unmöglich. Selbst bei völliger Dunkelheit, ganz gleich ob im Traum- oder Wachzustand, bleibt uns die erworbene Gedächtnisreferenz des Anschauungsraums in der Vorstellung zugänglich. Sobald wir einmal gelernt haben zu sehen, können wir daher nicht mehr von einer räumlich-visuellen Interpretation unserer [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Für Menschen mit normalem Sehvermögen ist die Vorstellung von einem Leben außerhalb der sichtbaren Welt unmöglich. Selbst bei völliger Dunkelheit, ganz gleich ob im Traum- oder Wachzustand, bleibt uns die erworbene Gedächtnisreferenz des Anschauungsraums in der Vorstellung zugänglich. Sobald wir einmal gelernt haben zu sehen, können wir daher nicht mehr von einer räumlich-visuellen Interpretation unserer Lebenswelt absehen. Selbst Bilder werden zur Projektionsfläche unserer Vorstellungen. Nach einer Erblindung hingegen tritt die wechselseitige Abhängigkeit zwischen der inneren und äußeren Welt klar zu Tage. Die intelligible Welt existiert wie zuvor in unserem Gedächtnis. Sie bietet uns jedoch nur insoweit Orientierung, wie uns die Sinnesmedien Farbe und Licht Bedeutungen und Handlungszusammenhänge vermitteln.</p>
<p>Der Glaube an eine Umwelt, deren Zuständigkeiten uns über die empirische Beobachtung objektiv erkennbar sind, zieht sich tief in das Wissenschaftsverständnis unserer Zeit. Daran werden auch die Fakten der modernen Neurowissenschaften so schnell nichts ändern. Die Wirklichkeitsvorstellungen und Werte von Gesellschaften werden von der sehfähigen Mehrheit bestimmt, für welche sich die Identität von Menschen, Städten und Artefakten auf anschauliche Weise zeigt.</p>
<p>Wenn wir die Welt dagegen mit den „Augen eines Erblindeten“ wahrnehmen, müssen wir unsere Wirklichkeitsvorstellungen über Worte, Gerüche, Töne, Formen, Bewegungen und Materialien verräumlichen. Der visuelle Sinn hat sich im Verlauf der Evolution zu unserer primären Quelle von Erfahrung entwickelt, weshalb wir von Geburt an lernen, uns innerhalb der Zeichenstruktur aus Farbe und Licht zu orientieren. Aus den Konsequenzen unserer multisensuellen Erfahrungen bildet sich unsere anschauliche Wissensstruktur im Gehirn. Darauf gründet sich jede Form der Erkenntnis und Verständigung mit der natürlichen und soziokulturellen Umwelt. Unsere Lebensweise, die Gestaltung unserer Städte und Artefakte uns selbst die Struktur der Wortsprache bilden einen integralen Bestandteil unserer anschaulichen Vorstellungswelt.</p>
<p><span style="color: #888888;"><a title="Die Bildung der räumlich-visuellen Kompetenz" href="https://axelbuether.de/2010/die-bildung-der-raumlich-visuellen-kompetenz/"><span style="color: #888888;">Publikation &#8222;Die Bildung der räumlich-visuellen Kompetenz&#8220;</span></a></span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://axelbuether.de/2010/weshalb-bilden-die-raumvorstellungen-von-blinden-menschen-den-schlussel-zum-verstandnis-der-raumlich-visuellen-kompetenz/">Erforschung der Wahrnehmung aus der Negation</a> erschien zuerst auf <a href="https://axelbuether.de">Farbpsychologie</a>.</p>
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		<title>Multisensualität der Wahrnehmung</title>
		<link>https://axelbuether.de/2010/warum-konnen-wir-nur-sehen-lernen-wenn-wir-die-umwelt-mit-allen-sinnen-erkunden-und-begreifen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Axel Buether]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 13:27:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Mit der Entwicklung der medizinischen Voraussetzungen gab es vor etwa 100 Jahren zum ersten Mal die Gelegenheit, eine aussagefähige Anzahl von blindgeborenen Menschen beim Erwerb der Sehfähigkeit zu beobachten. Während alle Patienten bereits unmittelbar nach der Operation die völlig neuartigen Sinnesempfindungen als Farbe und Licht beschreiben konnten, sahen sie lediglich ein diffuses Reizfeld, das sie [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der Entwicklung der medizinischen Voraussetzungen gab es vor etwa 100 Jahren zum ersten Mal die Gelegenheit, eine aussagefähige Anzahl von blindgeborenen Menschen beim Erwerb der Sehfähigkeit zu beobachten. Während alle Patienten bereits unmittelbar nach der Operation die völlig neuartigen Sinnesempfindungen als Farbe und Licht beschreiben konnten, sahen sie lediglich ein diffuses Reizfeld, das sie oftmals direkt in ihren erstmalig funktionsfähigen Augen lokalisierten. Für die Interpretation fehlte ihnen die Gedächtnisreferenz des Anschauungsraums, weshalb es ihnen unmöglich war, sich die Bedeutungs- und Handlungsstruktur der Farb- und Lichtzeichen zu erschließen. Sie wussten nicht, wozu sie ihre Augen gebrauchen konnten. Die Bildvorlagen, mit denen ihre Sehfähigkeit getestet wurde, erschienen ihnen daher vollständig bedeutungslos.</p>
<p>Die Resignation der behandelnden Ärzte über die Interesselosigkeit und Verwirrung ihrer Patienten lässt sich auf die Unkenntnis der Gehirnfunktionen zurückführen. Heute jedoch lässt es sich dagegen nicht mehr rechtfertigen, wenn die Bildung der Sehfähigkeit, des anschaulichen Vorstellungsvermögens sowie der Darstellungsfertigkeiten von Kindern weiterhin maßgeblich über vorgefertigte Bildvorlagen erfolgt. Es reicht nicht aus, wenn die Bilder in filmischen Sequenzen gezeigt oder sprachlich kompetent erklärt werden. In dieser Hinsicht verhält es sich wie mit Büchern, deren Schriftzeichen uns nur insoweit etwas vermitteln, wie wir diese auf unsere gelebte Erfahrung zurückführen können.</p>
<p>Andererseits sind Bilder und Filme für die Bildung der räumlich-visuellen Kompetenz, die Intelligenzentwicklung und die Partizipation an modernen Gesellschaften ebenso unverzichtbar, wie Bücher. Jedoch müssen wir zuerst das Sehen wie eine Sprachfähigkeit erlernen, bevor wir uns hierüber das Informationspotential der natürlichen und soziokulturellen Umwelt erschließen können. Wir brauchen eine permanente Resonanz auf unsere sprachlichen Äußerungen, ganz gleich ob diese anschaulich oder verbal erfolgen, damit sich der Lernprozess entwickeln kann.</p>
<p>Niemand kann uns das so klar verdeutlichen, wie die Blindgeborenen, die das Sehen nach der Augenoperation erst noch erlernen müssen. Im Gegensatz zu uns bemerken sie jedoch permanent, wie sehr sie dabei auf alle ihre Sinne und die eigenständige Erfahrungsbildung angewiesen sind.</p>
<p><span style="color: #888888;"><a title="Die Bildung der räumlich-visuellen Kompetenz" href="https://axelbuether.de/2010/die-bildung-der-raumlich-visuellen-kompetenz/"><span style="color: #888888;">Publikation &#8222;Die Bildung der räumlich-visuellen Kompetenz&#8220;</span></a></span></p>
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		<title>Einfluss des Tastsinns auf die visuelle Wahrnehmung</title>
		<link>https://axelbuether.de/2010/warum-konnen-wir-formen-oberflachen-materialien-und-temperaturen-allein-uber-unsere-blickberuhrungen-tasten-und-spuren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Axel Buether]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Dec 2010 13:57:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Führen wir den Blick entlang der Kontrastgrenzen aus Farbe und Licht, nehmen wir Formen und über deren Transformationen zugleich auch Bewegungen wahr. Der motorische Cortex sendet dabei Steuerungsanweisungen an die blickführenden Augenmuskeln, die den Impulsen an unsere Finger, Hände, Arme und Beine vergleichbar sind. Über die Analyse unserer Blickbewegungen allein können wir den „Aufbau der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://axelbuether.de/2010/warum-konnen-wir-formen-oberflachen-materialien-und-temperaturen-allein-uber-unsere-blickberuhrungen-tasten-und-spuren/">Einfluss des Tastsinns auf die visuelle Wahrnehmung</a> erschien zuerst auf <a href="https://axelbuether.de">Farbpsychologie</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Führen wir den Blick entlang der Kontrastgrenzen aus Farbe und Licht, nehmen wir Formen und über deren Transformationen zugleich auch Bewegungen wahr. Der motorische Cortex sendet dabei Steuerungsanweisungen an die blickführenden Augenmuskeln, die den Impulsen an unsere Finger, Hände, Arme und Beine vergleichbar sind. Über die Analyse unserer Blickbewegungen allein können wir den „Aufbau der Tastwelt“ jedoch nicht erkennen. Unser Gehirn benötigt hierfür zugleich auch die Strukturinformationen der Netzhaut.</p>
<p>Evolutionsbiologisch betrachtet haben sich unsere Augen zu einem besonders leistungsfähigen „Hautareal“ entwickelt, das einen integralen Bestandteil unserer sensitiven Körperhülle bildet. Während uns die Hautareale des Körpers die Beschaffenheit der Tastmaterie über Druck-, Berührungs-, Vibrations-, Schmerz- und Temperaturempfindungen vermitteln, erlauben uns die Farb- und Lichtempfindungen der Augen einen weitaus schnelleren, ungefährlicheren und effizienteren „Kontakt“. Ein großer Teil der Oberflächen und Materialien wird uns über das Erregungsprofil der Netzhaut sichtbar, sobald wir dieses auf eine Referenz in der „Texturbibliothek“ unseres Anschauungsraums zurückführen können. Die Form- und Materialstruktur des Anschauungsraums bildet daher die Gedächtnisreferenz, über welche wir den Dingen ihre Plastizität, Temperatur, Festigkeit und Oberflächenbeschaffenheit ansehen können.</p>
<p>Die Voraussetzung für die Möglichkeit der „Blickberührung“ bildet die visuell-haptische Auseinandersetzung mit der Umwelt. Wo immer wir etwas berühren und zugleich betrachten, bilden sich assoziative Verknüpfungen in der Form- und Materialstruktur unseres Anschauungsraums. Dieser Wissenserwerb erfolgt weitgehend implizit, was für unsere Orientierung im Alltag zumeist ausreicht. Die Gestaltung unseres Lebensraums fordert dagegen die explizite Auseinandersetzung mit den haptisch-visuellen Wirkungen von Materialoberflächen, da wir uns die Gebrauchseigenschaften und den ästhetischen Wert aller Dinge maßgeblich über die „Blickberührung“ erschließen.</p>
<p><span style="color: #888888;"><a title="Die Bildung der räumlich-visuellen Kompetenz" href="https://axelbuether.de/2010/die-bildung-der-raumlich-visuellen-kompetenz/"><span style="color: #888888;">Publikation &#8222;Die Bildung der räumlich-visuellen Kompetenz&#8220;</span></a></span></p>
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