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	<title>Stadtwahrnehmung-Archiv - Farbpsychologie</title>
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		<title>Neuerscheinung &#8222;Stadtfarben&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Axel Buether]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 May 2013 15:49:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Öffentlichkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Inhalt 006 Einleitung – Ansichts-Sachen oder Urban Interface? Markus Schlegel 010 Urban Coding: Städte sind Zeichensysteme, Gerdum Enders 024 Farbe als Gedächtnisspur, Axel Buether 034 Die Bedeutung von historischen Stadträumen in Gegenwart und Zukunft, Christoph Gerlach 044 Lieblingsplätze – Wünschenswerte Szenarien für Stadträume innerhalb einer zukunftsfähigen Stadt, Sabine Foraita 056 Farbe und Atmosphäre im städtischen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2013/05/Stadtfarben-1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2250" title="Stadtfarben 1" src="https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2013/05/Stadtfarben-1.jpg" alt="" width="790" height="900" srcset="https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2013/05/Stadtfarben-1.jpg 790w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2013/05/Stadtfarben-1-449x512.jpg 449w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2013/05/Stadtfarben-1-674x768.jpg 674w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2013/05/Stadtfarben-1-768x875.jpg 768w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2013/05/Stadtfarben-1-570x650.jpg 570w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2013/05/Stadtfarben-1-176x200.jpg 176w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2013/05/Stadtfarben-1-21x24.jpg 21w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2013/05/Stadtfarben-1-32x36.jpg 32w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2013/05/Stadtfarben-1-42x48.jpg 42w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2013/05/Stadtfarben-1-150x170.jpg 150w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2013/05/Stadtfarben-1-219x250.jpg 219w" sizes="(max-width: 790px) 100vw, 790px" /></a></p>
<h2>Inhalt</h2>
<p>006 Einleitung – Ansichts-Sachen oder Urban Interface? Markus Schlegel<br />
010 Urban Coding: Städte sind Zeichensysteme, Gerdum Enders<br />
024 Farbe als Gedächtnisspur, Axel Buether<br />
034 Die Bedeutung von historischen Stadträumen in Gegenwart und Zukunft, Christoph Gerlach<br />
044 Lieblingsplätze – Wünschenswerte Szenarien für Stadträume<br />
innerhalb einer zukunftsfähigen Stadt, Sabine Foraita<br />
056 Farbe und Atmosphäre im städtischen Raum, Rainer Kazig<br />
060 Das Potenzial des Materials für Architektur und Stadträume, Hannes Bäuerle | Joachim Stumpp<br />
066 Farbmasterplanung erfolgreich kommunizieren: Wie Bürger und Eigentümer beteiligt werden können, Olaf-Axel Burow<br />
078 Der Prozess FMP „Farbmasterplan“, Markus Schlegel<br />
102 Farbgestaltung im öffentlichen Wohnungsbau, Stefan Fölsch | Georg Unger |<br />
Axel Nething und Oliver Schmidt | Margit Vollmert und Carmen Rubinacci<br />
122 Farbgestalung im privaten Wohnungsbau, Daniel Arnold<br />
126 Farbmasterplanung versus Städtebau, Dietmar Weber | Sabine Guttmann | Thorsten Warnecke | Reinhard Maier | Marion Spanier-Hessenbruch<br />
148 Stadträume sind Prognosen! Plädoyer für eine nachhaltige Stadtplanung, Meike Weber<br />
152 Fazit, Gerhard Fuchs</p>
<h4>Auszug aus dem Buchbeitrag &#8222;Farbe als Gedächtnisspur&#8220;, Axel Buether</h4>
<h3>Farbe als Zugang zum anschaulichen Wissensarchiv unserer Städte</h3>
<p>Aktuelle Forschungsergebnisse der Neuropsychologie zeigen, dass der Mensch etwa 80 % aller Informationen über das Sinnesmedium Farbe erhält, deren Verarbeitung die Gehirnleistungen zu etwa 60 % in Anspruch nimmt. Sobald der Mensch die Augen öffnet, befindet er sich über 250 Millionen Sehzellen in einem permanenten Informationsaustausch mit der Umwelt.1 Nicht einmal 10 % davon können das Spektrum des Lichtes in Farbsignale wandeln, doch konzentrieren sich diese im fovealen Zentrum der Netzhaut, über das der motorische Cortex die Augenbewegungen steuert. Wie die Spitze unseres Zeigefingers bewegen wir den Blick permanent über das zeiträumlich strukturierte Netz aus Farbflächen und zeichnen hieraus Buchstaben, Formen und Räume. Jede Veränderung der Farbstruktur verweist auf Bewegungen, in denen wir konkrete Verhaltenszustände und Handlungszusammenhänge wiedererkennen. Im Grenzverlauf zwischen den kontrastierenden Farbflächen zeigen sich Spuren, über die wir Bedeutungen lesen, ganz gleich ob es sich um Worte oder Bilder handelt.</p>
<p>Unsere Städte funktionieren wie Bibliotheken, in denen uns die eigene Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ablesbar wird, insoweit wir die sprachliche Struktur der Farbcodes verstehen und auf die davon bezeichneten Bedeutungen zurückführen können. Im Gegensatz zu den Buchstaben eines Textes existieren Linien in der Umwelt fast ausschließlich durch den Kontrast verschiedener Farbflächen, deren einfachstes Unterscheidungsprinzip auf die Abgrenzung von Körper und Grund zurückgeht. In dem Maß, in welchem wir bei der Gestaltung der Stadträume auf Farbkontraste verzichten, verschmelzen die Einzelformen untereinander zu neuen Ganzheiten. Oftmals bilden sich hierdurch riesige Fassadenflächen, Massen und Volumen. Während sich jede Linie deutlich auf dem Plan abzeichnet, verschwindet sie vollständig, sobald zwei Flächen gleicher Farbe aneinandergrenzen. Die Komposition von Farbflächen zueinander und zum Ganzen bestimmt die Lesbarkeit der topologischen, typologischen, gestischen und perspektivischen Zeichenstruktur. Aus den Eigenheiten spezifischer Fassaden gehen Baukörper hervor, während Einzelbauwerke in der Silhouette von Straßenzügen untergehen. Im Stadtraum definieren sich die anschaulichen Raumbeschreibungsgrößen wie Gestalt, Gliederung, Maßstäblichkeit, Proportion und Perspektive über die Kontrastwirkungen der Farben im Licht.</p>
<p>Nicht die Farbe an sich, sondern die farbige Codierung unseres gesamten soziokulturellen Lebensraums schafft die Voraussetzung für die Interpretationsleistungen des Gehirns. Dabei gehört der unbunte Farbraum zwischen dem Hell und Dunkel ebenso zum Spektrum des sichtbaren Lichtes, wie die vielen Millionen von Buntfarben, die unser visuelles System durch Abgrenzung und Vergleich unterscheiden kann. Durch die Abgrenzung der Farbflächen bilden sich Formen und Muster, deren Ausdehnung wir in Raum und Zeit wahrnehmen. Wir können in der gleichen Betrachtungszeit wesentlich mehr Informationen aus dem energetischen Spektrum der Umwelt gewinnen, wenn wir bei der Deutung neben den Helligkeits- zugleich auch auf die Bunttonkontraste zurückgreifen können. Dieser evolutionäre Vorteil spiegelt sich in der Gestaltung unseres Kulturraums und den dazugehörigen Kommunikationssystemen auf anschauliche oder vielfarbige Weise wider.</p>
<h4>Mehr dazu in der Buchpublikation:</h4>
<h2>Stadtfarben</h2>
<p><strong>Strategische und zukunftsfähige Planung von Stadtraum und Atmosphäre durch Farbmasterplanung</strong></p>
<p>Societäts-Verlag 2013, Schriftenreihe Lebendige Stadt Band 8</p>
<p>ISBN 978-3-942921-87-9</p>
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