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	<title>Syntax-Archiv - Farbpsychologie</title>
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	<title>Syntax-Archiv - Farbpsychologie</title>
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		<title>Unsere Sprache folgt der Wahrnehmung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Axel Buether]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Dec 2010 08:04:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Öffentlichkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Wechselbeziehung zwischen Mensch und Umwelt liegt der Struktur unseres Nervensystems zu Grunde. Über die Blickbewegungen unserer Augen, die vom Gehirn gesteuert werden, empfangen wir Signale von der Umwelt. Diese Signale wiederum braucht das Gehirn für die Steuerung der Aufmerksamkeit. Hierdurch bildet sich ein selbstreferenzielles System, über das wir räumlich-visuelle Informationen generieren. Diesen Prozess können [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://axelbuether.de/2010/was-verbindet-die-semantik-und-syntax-der-wortsprache-mit-den-beiden-hauptverarbeitungsstromen-der-netzhautsignale-im-gehirn/">Unsere Sprache folgt der Wahrnehmung</a> erschien zuerst auf <a href="https://axelbuether.de">Farbpsychologie</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Wechselbeziehung zwischen Mensch und Umwelt liegt der Struktur unseres Nervensystems zu Grunde. Über die Blickbewegungen unserer Augen, die vom Gehirn gesteuert werden, empfangen wir Signale von der Umwelt. Diese Signale wiederum braucht das Gehirn für die Steuerung der Aufmerksamkeit. Hierdurch bildet sich ein selbstreferenzielles System, über das wir räumlich-visuelle Informationen generieren. Diesen Prozess können wir über die Auswahl unseres Stand- und Blickpunktes willentlich steuern. Etwa 60% der rund 500 Billionen Nervenzellen unseres Gehirns verarbeiten während aller Wach- und Traumphasen räumlich-visuelle Informationen. Über neue Beobachtungstechniken konnten wir heute damit beginnen, diese Abläufe zu verstehen.</p>
<p>Im Wahrnehmungsprozess gelangen die Umweltdaten von unseren Augen zuerst zum Stammhirn, wo sie mit den Daten unserer anderen Sinne abgeglichen und emotional vorbewertet werden. Im visuellen Cortex werden die Signale weiterverarbeitet und dann über zwei Hauptverarbeitungsströme parallel zu unseren Gedächtnisarealen weitergeleitet. Von dort gelangen sie zu den motorischen und emotionalen Steuerungszentren und werden uns sichtbar. Der zum deklarativen Gedächtnis verlaufende „Wo-Strom“ dient der Bewegungs-, Handlungs-, und Positionswahrnehmung, während uns der zum semantischen Gedächtnis verlaufende „Was-Strom“ die Identifikation von Dingen nach ihrer Bedeutung ermöglicht. Diese Strukturierung unseres anschaulichen Wissens spiegelt sich in der semantischen Bedeutungsstruktur und der syntaktischen Handlungsstruktur der Wortsprache wider.</p>
<p>Unsere soziokulturelle Umwelt weist einen weitaus höheren Grad an Vorstrukturierung auf als die Natur, da wir sie über den Beobachtungs- und Gestaltungsprozess unseren Bedürfnissen angepasst haben. Siedlungsräume, Gebrauchsgegenstände, Kunstwerke und Kommunikationsmedien haben sich in einem generationsübergreifenden Verständigungsprozess entwickelt. Daher können sie uns ihren Gebrauchszweck auch auf anschauliche Weise mitteilen.</p>
<p><span style="color: #888888;"><a title="Die Bildung der räumlich-visuellen Kompetenz" href="https://axelbuether.de/2010/die-bildung-der-raumlich-visuellen-kompetenz/"><span style="color: #888888;">Publikation &#8222;Die Bildung der räumlich-visuellen Kompetenz&#8220;</span></a></span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://axelbuether.de/2010/was-verbindet-die-semantik-und-syntax-der-wortsprache-mit-den-beiden-hauptverarbeitungsstromen-der-netzhautsignale-im-gehirn/">Unsere Sprache folgt der Wahrnehmung</a> erschien zuerst auf <a href="https://axelbuether.de">Farbpsychologie</a>.</p>
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		<title>Vorstellungsvermögen als Grundlage der Denk- und Handlungsfreiheit</title>
		<link>https://axelbuether.de/2010/welchen-einfluss-hat-das-anschauliche-vorstellungsvermogen-auf-unsere-denk-und-handlungsfreiheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Axel Buether]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Dec 2010 13:37:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Öffentlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[anschauliches Wissen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Herstellung von assoziativen Verknüpfungen zwischen den Farb- und Lichtzeichen der Erscheinungswelt und den hierdurch bezeichneten Bedeutungen stellt nur den ersten Schritt im Bildungsprozess der räumlich-visuellen Kompetenz dar. Würden wir es dabei belassen, wie es viele Theorien zur visuellen Wahrnehmung nahe legen, wären wir lediglich im Raum der Wortsprache denk- und handlungsfähig. Für das verbale, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://axelbuether.de/2010/welchen-einfluss-hat-das-anschauliche-vorstellungsvermogen-auf-unsere-denk-und-handlungsfreiheit/">Vorstellungsvermögen als Grundlage der Denk- und Handlungsfreiheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://axelbuether.de">Farbpsychologie</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Herstellung von assoziativen Verknüpfungen zwischen den Farb- und Lichtzeichen der Erscheinungswelt und den hierdurch bezeichneten Bedeutungen stellt nur den ersten Schritt im Bildungsprozess der räumlich-visuellen Kompetenz dar. Würden wir es dabei belassen, wie es viele Theorien zur visuellen Wahrnehmung nahe legen, wären wir lediglich im Raum der Wortsprache denk- und handlungsfähig. Für das verbale, wie das anschauliche Denken und Handeln benötigen wir gleichermaßen eine Syntax, über deren Regeln wir sinnvolle Verbindungen zwischen den einzelnen bedeutsamen Zeichen knüpfen können. Durch die Fähigkeit zur Herstellung von sinnvollen Handlungszusammenhängen können wir uns in anschaulicher Form mit der Umwelt verständigen, Vorstellungen bilden und unseren Lebensraum danach gestalten.</p>
<p>Das Informationspotential einer Umweltsituation stellt uns nur einen verschwindend geringen Anteil des für die Interpretationsleistung notwendigen Wissens zur Verfügung. Sobald wir mehr sehen, als einen strukturierten „Teppich“ aus Farb- und Helligkeitsunterschieden, bewegen wir uns virtuell im eigenen Vorstellungsraum. Ohne unser anschauliches Wissen nehmen wir einen phänomenalen Raum wahr. Das Erleben und Verhalten von operierten blindgeborenen Menschen zeigt, wie sich dieser Erscheinungsraum in unserer Vorstellung allmählich strukturiert. Wir sehen immer mehr Zeichen, die auf Inhalte verweisen und Handlungszusammenhänge anzeigen.</p>
<p>Die Entwicklung der Sehfähigkeit gründet sich auf unsere anschauliche Wissensstruktur, die sich lebenslang den Anforderungen aus dem Verständigungsprozess mit der Umwelt anpasst. Dem anschaulichen Vorstellungsvermögen, welches uns die Übertragung von Wissen auf vergleichbare Situationen erlaubt, kommt dabei eine Schlüsselstellung zu. Die raumzeitliche, gestische, typologische, topologische, und perspektivische Strukturierung unseres anschaulichen Wissens erlaubt uns die Orientierung im Wahrnehmungs- und Vorstellungsprozess. An den Aussagen von operierten blindgeborenen und erblindeten Menschen wird deutlich, dass die räumlich-visuelle Kompetenz in Wechselwirkung mit der Bildung eines anschaulichen Sprach- und Beschreibungssystems steht. Hierüber eröffnet sich uns ein unbegrenzter Freiraum für den Denk- und Handlungsprozess, den wir uns für die Erkenntnis und Gestaltung unserer Lebenswelt nutzbar machen können.</p>
<p><span style="color: #888888;"><a title="Die Bildung der räumlich-visuellen Kompetenz" href="https://axelbuether.de/2010/die-bildung-der-raumlich-visuellen-kompetenz/"><span style="color: #888888;">Publikation &#8222;Die Bildung der räumlich-visuellen Kompetenz&#8220;</span></a></span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://axelbuether.de/2010/welchen-einfluss-hat-das-anschauliche-vorstellungsvermogen-auf-unsere-denk-und-handlungsfreiheit/">Vorstellungsvermögen als Grundlage der Denk- und Handlungsfreiheit</a> erschien zuerst auf <a href="https://axelbuether.de">Farbpsychologie</a>.</p>
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