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	<title>Unterricht-Archiv - Farbpsychologie</title>
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	<title>Unterricht-Archiv - Farbpsychologie</title>
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		<title>Didaktik des Lernfilms – Lehren und Lernen durch audiovisuelle Medien</title>
		<link>https://axelbuether.de/2018/didaktik-des-lernfilms-lehren-und-lernen-durch-audiovisuelle-medien/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Axel Buether]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Sep 2018 12:07:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Vorträge & Publikationen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was ist ein Lernfilm? Der Begriff des Lernfilms ist bisher in den Wissenschaften noch nicht klar umrissen, weshalb ich diese Definition aus Perspektive der Didaktik vornehmen möchte. Inhaltsverzeichnis Kapitel: Theorie des Lernfilms Was ist ein Lernfilm? In welchem Verhältnis stehen Lehrpersönlichkeit und Autorschaft? Warum müssen Lernfilme interessant, unterhaltsam und überzeugend sein? Wie lässt sich das [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://axelbuether.de/2018/didaktik-des-lernfilms-lehren-und-lernen-durch-audiovisuelle-medien/">Didaktik des Lernfilms – Lehren und Lernen durch audiovisuelle Medien</a> erschien zuerst auf <a href="https://axelbuether.de">Farbpsychologie</a>.</p>
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<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><a href="https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2018/09/Cover_Bewegte-Welt_Verlagsvorschau.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="452" height="650" src="https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2018/09/Cover_Bewegte-Welt_Verlagsvorschau-452x650.jpg" alt="" class="wp-image-4546" srcset="https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2018/09/Cover_Bewegte-Welt_Verlagsvorschau-452x650.jpg 452w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2018/09/Cover_Bewegte-Welt_Verlagsvorschau-356x512.jpg 356w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2018/09/Cover_Bewegte-Welt_Verlagsvorschau-534x768.jpg 534w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2018/09/Cover_Bewegte-Welt_Verlagsvorschau-768x1104.jpg 768w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2018/09/Cover_Bewegte-Welt_Verlagsvorschau-752x1080.jpg 752w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2018/09/Cover_Bewegte-Welt_Verlagsvorschau-139x200.jpg 139w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2018/09/Cover_Bewegte-Welt_Verlagsvorschau-17x24.jpg 17w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2018/09/Cover_Bewegte-Welt_Verlagsvorschau-25x36.jpg 25w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2018/09/Cover_Bewegte-Welt_Verlagsvorschau-33x48.jpg 33w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2018/09/Cover_Bewegte-Welt_Verlagsvorschau-150x216.jpg 150w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2018/09/Cover_Bewegte-Welt_Verlagsvorschau-174x250.jpg 174w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2018/09/Cover_Bewegte-Welt_Verlagsvorschau.jpg 945w" sizes="(max-width: 452px) 100vw, 452px" /></a><figcaption>Titelbild Publikation (Bildrechte beim kopaed Verlag)</figcaption></figure></div>



<h1 class="wp-block-heading"><strong>Was ist ein Lernfilm?</strong></h1>



<p class="wp-block-paragraph">Der Begriff des Lernfilms ist bisher in den Wissenschaften noch nicht klar umrissen, weshalb ich diese Definition aus Perspektive der Didaktik vornehmen möchte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><span style="text-decoration: underline;">Inhaltsverzeichnis Kapitel:</span></p>



<h3 class="wp-block-heading">Theorie des Lernfilms</h3>



<ul class="wp-block-list"><li>Was ist ein Lernfilm?</li><li>In welchem Verhältnis stehen Lehrpersönlichkeit und Autorschaft?</li><li>Warum müssen Lernfilme interessant, unterhaltsam und überzeugend sein?</li><li>Wie lässt sich das Bildungspotenzial von Lernfilmen für den Lernerfolg aktivieren?&nbsp;</li><li>Welche Bedeutung hat die Zielgruppe für die erfolgreiche Konzeption von Lernfilmen?</li><li>Wodurch unterscheiden sich wissenschaftliche und künstlerische Lernfilme?</li><li>Wie lässt sich das Potenzial des Lernfilms für die Wissenskommunikation nutzen?</li><li>Welchen Beitrag leistet die Lernfilmrezeption für die allgemeine und fachliche Bildung?</li><li>Welchen Beitrag leistet die Lernfilmproduktion für die Fach- und Medienkompetenz?</li></ul>



<h3 class="wp-block-heading">Rhetorische Gestaltung von Lernfilmen</h3>



<ul class="wp-block-list"><li>Was ist Filmrhetorik und worin liegt ihr Nutzen für den Lernfilm?</li><li>Drei Methoden der Lernfilmrhetorik</li><li>Fünf Entwurfsphasen der Lernfilmrhetorik</li><li>Die Ästhetik des Lernfilms &#8211; Rhetorische Stilfiguren</li><li>Auswahl wichtiger rhetorischer Gestaltungsmittel</li></ul>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit:</h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>10 didaktische Kriterien für die Definition von Lernfilmen:</strong></h3>



<ol class="wp-block-list"><li>Lernfilme sind audiovisuelle Medien, deren Produktion und Rezeption primär der Förderung von Lehr- und Lernprozessen dienen.</li><li>Lernfilme sind audiovisuelle Medien, die das zielgerichtete und methodengeleitete Erreichen von Lernzielen ermöglichen.</li><li>Das analytische Potenzial von Lernfilmen fördert die Wissensvermittlung und Erfahrungsbildung und ermöglicht die Erklärung und Veranschaulichung von Ereignissen, Prozesszusammenhängen und Erkenntnissen.</li><li>Das künstlerische Potenzial von Lernfilmen fördert Verstehensprozesse und ermöglicht die ästhetische, soziale, kulturelle Bildung der Persönlichkeit.&nbsp;</li><li>Zu den Kennzeichen von Lernfilmen gehören die „klare Erkennbarkeit des Lernziels“, die „resonanzerzeugende Adressierung der Zielgruppe“, die „didaktische Effektivität der Lehrmethode“, die „verständliche Vermittlung von Inhalten“, die „sachdienliche Erzeugung von Aufmerksamkeit“, die „anhaltende Nachhaltigkeit der Lernprozesse“ und die „kriteriengeleitete Überprüfbarkeit des Lernerfolgs“.</li><li>Die Adressierung der Zielgruppe bildet den Ausgangs- und Fixpunkt bei der Konzeption und Produktion von Lernfilmen, deren Interessen und Rezeptionsfähigkeiten von individuellen Faktoren wie Alter, Geschlecht, Sozialisierung, Bildung, Kultur, Religion, Familie und Herkunft bestimmt werden.</li><li>Der Einsatz von gestalterischen und technischen Mitteln, wie Bild, Ton, Sprache, Bewegung, Perspektive, Farbe, Licht, Ort und Zeit, Schauspiel, Dramaturgie, Kamera und Schnitt, dient im Lernfilm primär dem Lernerfolg.</li><li>Grundsätzlich lassen sich wissenschaftliche und künstlerische Formen von Lernfilmen unterscheiden, die in Bezug auf Bildungsziel, Methodik und Ästhetik charakterisierbar sind. Mischformen sind sinnvoll, wenn sie den Lernerfolg fördern.</li><li>Bei wissenschaftlichen Lernfilmen wird das Lernziel in Form einer klar verständlichen Fragestellung definiert. Der Inhalt spiegelt den Stand von Theorie, Forschung und Praxis im ausgewählten Themenfeld wieder. Subjektive Meinungen müssen als solche erkennbar bleiben. Aussagen müssen durch Quellen belegt sein. Die fachliche Richtigkeit darf durch inhaltliche Reduktion und künstlerische Mittel nicht beeinträchtigt werden. Der Inhalt wird soweit didaktisch reduziert, dass die Beantwortung der Fragestellung am Ende klar und eindeutig möglich ist. &nbsp;&nbsp;</li><li>Bei künstlerischen Lernfilmen wird das Lernziel von den Wirkungen definiert, die durch Rezeption und Produktion bei Lehrenden und Lernenden erreicht werden. Die beabsichtigten Wirkungen (Lernziel) werden von der Intentionalität der Verfasser bestimmt.&nbsp; Der Lernerfolg zeigt sich an den Reaktionen der Rezipienten. Da der Lernprozess bei künstlerischen Lernfilmen weitgehend implizit erfolgt, muss dieser zur Initiierung von Verstehensprozessen und Sicherung des Lernerfolgs durch didaktische Mittel wie gemeinsame Filmbesprechungen, eigenständige Filmanalysen, Interpretationen oder gestalterische Interventionen expliziert werden.</li></ol>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>10 didaktische Kriterien für die erfolgreiche Gestaltung von Lernfilmen</strong></h3>



<ol class="wp-block-list"><li><strong>Thema bestimmen<br></strong>Am Anfang jeder Lernfilmkonzeption steht die Themenfindung. Der Inhalt muss narrativ strukturierbar und anschaulich vermittelbar sein. Audiovisuelle Medien haben eine lineare Erzählstruktur, die zeitliche, räumliche und thematische Sprünge zulässt.</li><li><strong>Lernziel bestimmen und Fragestellung entwickeln<br></strong>Das Lernziel soll in Form einer verständlichen Fragestellung formuliert werden, an der sich alle weiteren Lernphasen bis zur vollständigen und schlüssigen Beantwortung orientieren. Die Konzeption, Gestaltung und Produktion von Lernfilmen dienen dem Erreichen des Lernziels und der nachhaltigen Sicherung des Lernerfolgs.</li><li><strong>Didaktische Reduktion der Lerneinheit<br></strong>Jeder Lernfilm ist eine in sich abgeschlossene Lerneinheit, die das Erreichen eines vorher definierten Lernziels ermöglicht. Mittels didaktischer Reduktion der Komplexität von Fragestellung und Inhalten muss sichergestellt werden, dass der angestrebte Lernerfolg erreichbar ist. Inhalte, die zur Beantwortung der Fragestellung notwendig sind, müssen bestimmt, sprachlich strukturiert und anschaulich dargestellt werden. Die Anordnung der Inhalte muss so erfolgen, dass ein nachhaltiger Lernerfolg gewährleistet werden kann. Formen und Inhalte, die zur Beantwortung der Fragestellung unnötig sind, sollten komplett weggelassen oder alternativ in einem weiteren Lernfilm vermittelt werden. Die Quantität der notwendigen Inhalte und damit die Länge des Lernfilms lassen sich durch die Eingrenzung und Erweiterung der Fragestellung steuern. Mit der Problemlösung können weitere Aspekte, Varianten und Wege zum Ziel vermittelt werden. Fachbegriffe wie fachspezifische Bilder und Grafiken müssen erklärt werden, wo Fachkenntnisse und Vorerfahrungen nicht vorausgesetzt werden können. Ungeklärte Fragen sollten nur dann im Raum verbleiben, wenn ein anschließender Diskurs erfolgt, eine Fortsetzung in Form einer Lernfilmreihe geplant ist oder weiterführende Quellen genannt werden.</li><li><strong>Wahl der Vermittlungsmethode<br></strong>Das Thema entscheidet über die Vermittlungsmethode. Das analytische Potenzial von Lernfilmen lässt sich besonders effektiv zur Vermittlung wissenschaftlicher Themenstellungen nutzbar machen. Analytisch strukturierte Lernfilme fördern die Wissensvermittlung und Erfahrungsbildung und ermöglichen die Erklärung und Veranschaulichung von Ereignissen, Prozesszusammenhängen und Erkenntnissen. Das analytische Potenzial von Lernfilmen lässt sich besonders effektiv zur Anregung von Verstehensprozessen nutzbar machen. Künstlerisch strukturierte Lernfilme fördern die ästhetische, soziale, kulturelle Bildung der Persönlichkeit.&nbsp;</li><li><strong>Titel, Titelbild und Inhaltsangabe</strong><br>Titel, Titelbild und Inhaltsangabe (Abstract) eines Lernfilms müssen so gestaltet sein, dass die Interessen der Zielgruppe erfolgreich angesprochen werden und das Lernziel erkennbar wird. Die Einbeziehung und Angabe von Schlagworten erregt Aufmerksamkeit und erleichtert Menschen wie Algorithmen die Suche.</li><li><strong>Zielgruppenanalyse<br></strong>Lernfilme werden für Zielgruppen von Lernenden gemacht, obgleich selbstverständlich auch ganz andere Rezipienten davon profitieren können. Die für den Bildungserfolg notwendige neugierige und wissbegierige Grundhaltung der Zielgruppe darf nicht vorausgesetzt, sondern muss durch Inhalt und Dramaturgie des Lernfilms erzeugt werden. Form und Inhalt eines Lernfilms müssen so bestimmt und gestaltet werden, dass sie das Erreichen des Lernziels und die nachhaltige Sicherung des Lernerfolgs bei der anvisierten Zielgruppe optimal fördern. Lernfilme müssen für die Zielgruppe der anvisierten Lernenden verständlich, interessant und unterhaltsam gestaltet sein.</li><li><strong>Ästhetische Gestaltung und Rhetorik<br></strong>Die Ästhetik des Lernfilms bestimmt die Form der Wahrnehmung, die wiederum auf den Inhalt zurückwirkt. Die Art und Weise wie etwas zur Sprache und Anschauung gebracht wird, bestimmt das Werturteil der Rezipienten. Durch Vernachlässigung der Formebene in der Lernfilmgestaltung können wichtige Aussagen verfälscht werden oder ganz verloren gehen. Die Rhetorik bzw. „Redekunst“ ist ein bewährtes Mittel zur ästhetischen Gestaltung sprachlich strukturierter Inhalte, das sich in der hier beschriebenen Form auch für die Gestaltung von Lernfilmen eignet. Niemand kann zum Lernen gezwungen werden, was schon lange bekannt und durch den Stand der Neurowissenschaften zudem belegt ist. Lernfilme gründen auf der Kunst, ihr Zielpublikum durch wirksame Argumente vom Lernen zu überzeugen. Kognitive und emotionale Faktoren wie Neugier, Spieltrieb, Wissbegier und Lustgefühl sind dafür von Nutzen, wenn die Zielgruppe bis zum Ende am filmischen Geschehen beteiligt bleibt, das Ergebnis verinnerlicht und bei Bedarf nachvollziehbar darstellen kann.</li><li><strong>Stand der Forschung und Praxis recherchieren und überprüfen</strong><br>Bei der Themensuche ist auf die Möglichkeit zur fachlichen Überprüfung der Lerninhalte zu achten, da nach wissenschaftlichen Standards ausschließlich der Stand von Theorie, Forschung und Praxis gezeigt werden darf. Künstlerische Annäherungen müssen als solche erkennbar bleiben. Kunstwerke oder Künstlerpersönlichkeiten sprechen für sich oder werden durch die Expertise verschiedener Wissenschaften analysiert, kontextualisiert und eingeordnet. Ungeklärte Probleme, divergente Lösungsansätze, wiedersprechende Erklärungen sowie unterschiedliche Erfahrungshintergründe müssen als solche gekennzeichnet werden. Das kann durch Gegenüberstellung von Thesen, Erklärungsmodellen und Expertenmeinungen erreicht werden.</li><li><strong>Erziehung zu Offenheit, Kritik- und Diskursfähigkeit</strong><br>Lernfilme sollten weder in Teilen noch im Ganzen belehrend sein, sondern die Zuschauer und Zuhörer zu einer neugierigen kritischen Haltung gegenüber jeder Form von Wissensvermittlung und Erfahrungsbildung erziehen. Lernfilme sollten Wissenschaftskritik und eine offene Geisteshaltung fördern, da Wissen und Erkenntnis stets erweitert oder falsifiziert werden kann. Wo das nicht möglich ist, handelt es sich um Glaubensgrundsätze oder persönliche Meinungen, die als solche zu kennzeichnen sind. Was für eine Frage- bzw. Problemstellung als Antwort oder Lösung richtig ist, kann für ähnliche Fälle bereits zu missverständlichen oder falschen Aussagen führen. Daher ist es wichtig, dass jeder Lernfilm Rückschlüsse auf Rahmenbedingungen, Quellen und Denkstrukturen ermöglicht. Lernfilme sollen Diskussionen, Feedback und Reflexionen sowie kritische Bewertungen zu Inhalt, Form und Methoden anregen.</li><li><strong>Evaluationskriterien und Ergebnissicherung<br></strong>Die Konzeption von Lernfilmen beinhaltet die Bestimmung des Lernziels, was die Überprüfbarkeit des Lernerfolgs gewährleistet. Die Kriterien für die Evaluation und Bewertung des Lernerfolgs ergeben sich aus der Frage, ob und inwieweit die Lernenden der adressierten Zielgruppe das vorgegebene Lernziel erreicht haben. Die Aufstellung der Evaluationskriterien sollte am Beginn der Lernfilmkonzeption erfolgen, da sie wichtige Zielvorgaben im gesamten Konzeptions- und Produktionsprozesses bilden. Die Verschriftlichung der Kriterien kann in der Inhaltsangabe erfolgen, wodurch Lehrende und Lernende gleichermaßen Zielvorgaben für den Diskurs und die Evaluation des Lernerfolgs erhalten. Für die Ergebnissicherung ist es wichtig, die unterschiedlichen Zielstellungen von wissenschaftlichen und künstlerischen Lernfilmen in den Blick zu nehmen. Wurde die Form einer wissenschaftlichen Fragestellung gewählt, können konkretes Faktenwissen und Methodenkompetenz evaluiert werden. Wurde die Form einer künstlerischen Fragestellung gewählt, können themenbezogene Verstehensprozesse und Merkmale der Persönlichkeitsbildung evaluiert werden.</li></ol>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>10 didaktische Kriterien für die Analyse, Beurteilung und Bewertung von Lernfilmen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum der Beurteilung und Bewertung von Lernfilmen steht der Lernerfolg. Die Analyse des Lernerfolgs muss objektiv durchgeführt werden und zur Bildung von nachvollziehbaren Bewertungskriterien führen. Ein guter Lernfilm sichert die im Vorfeld fixierten Lernziele bei der anvisierten Zielgruppe. Qualitätskriterium für einen guten Lernfilm ist das Maß des Lernerfolges, das im Vorfeld festgelegt und im Nachgang evaluiert werden kann.</p>



<ol class="wp-block-list"><li><strong>Definition des Lernziels:</strong> Wurde das Lernziel klar definiert? Welche Relevanz hat die Fragestellung des Lernfilms für die allgemeine oder fachliche Bildung?</li><li><strong>Filmrhetorisches Konzept: </strong>Erzeugt die Fragestellung und das Erscheinungsbild des Lernfilms Aufmerksamkeit und Interesse bei der Zielgruppe? Wurden das Lernvermögen und Lernverhalten der Zielgruppe zutreffend analysiert? Ist das Lernziel von der Zielgruppe erreichbar? Welche rhetorische Methode und welche rhetorischen Mittel werden zur Ansprache, Überzeugung und nachhaltigen Sicherung des Lernerfolgs bei der Zielgruppe eingesetzt?</li><li><strong>Inhaltliches Vermittlungskonzept:</strong> Welches Wissen und welche Erfahrungen sollen den Rezipienten durch den Lernfilm vermittelt werden? Sind die beschriebenen Inhalte für das Erreichen und die Sicherung des Lernziels notwendig und ausreichend? Sind die beschriebenen Inhalte gut recherchiert und durch Quellen abgesichert? Inwieweit dient das Storytelling dem Erreichen des Lernziels und der nachhaltigen Sicherung des Lernerfolgs?</li><li><strong>Methodisches Lehrkonzept:</strong> Ist eine Lehrmethode erkennbar und inwieweit dient diese dem Erreichen des Lernziels und der nachhaltigen Sicherung des Lernerfolgs?</li><li><strong>Mediendidaktisches Konzept:</strong> Ist das Storyboard emotional überzeugend, inhaltlich klar und methodisch sinnvoll strukturiert? Werden filmische Mittel wirksam für das Erreichen des Lernziels und die nachhaltigen Sicherung des Lernerfolgs eingesetzt? Wird die notwendige mediendidaktische Reduktion im Storyboard nachgewiesen? In welchem Kontext ist der Einsatz des Lernfilms besonders effektiv?</li><li><strong>Mediengestalterisches Konzept:</strong> Welche Funktion hat die mediale Gestaltung für das Erreichen des Lernziels und die nachhaltige Sicherung des Lernerfolgs? Werden die im Storyboard aufgeführten Gestaltungsideen und Darstellungstechniken methodisch sinnvoll eigesetzt? Inwieweit unterstützt die Form des Lernfilms die Vermittlung und den Diskurs des Inhalts?</li><li><strong>Medientechnisches Konzept:</strong> Gibt es eine realistische Planung für den zeitlichen, organisatorischen und technischen Ablauf der Filmproduktion (Konzeptphase, Planungsphase, Produktionsphase, Postproduktionsphase) und wie gut wurde diese vorbereitet?</li><li><strong>Qualität der Umsetzung:</strong> Welche ästhetische, inhaltliche und didaktische Qualität hat der Lernfilm? Wie hoch ist der Unterhaltungswert des Lernfilms und welchen Beitrag liefert dieser für das Erreichen des Lernziels und die nachhaltige Sicherung des Lernerfolgs? Wie effektiv ist das Verhältnis zwischen Aufwand und Nutzen des Lernfilms für den Lernerfolg der Zielgruppe?</li><li><strong>Bildungswert:</strong> Welchen Bildungswert hat der Lernfilm für die Zielgruppe? Welchen Wert hat das Wissen für die allgemeine und fachliche Bildung der Zielgruppe? Welche Emotionen und Gefühle werden bei der Zielgruppe geweckt und gelingt hierdurch die Empathiebildung? Inwieweit ermöglicht der Lernfilm eine individuelle Förderung der Rezipienten? Gibt es Möglichkeiten zur Binnendifferenzierung unter Beachtung der kognitiven, sozialen, kulturellen und emotionalen Diversität der Zielgruppe?</li><li><strong>Evaluation:</strong> Inwieweit wurde das Lernziel durch die Filmrezeption erreicht? Erreicht der Lernfilm seine Zielgruppe? Wie wird der Lernfilm von der Zielgruppe bewertet? Gab es einen Diskurs zum Lernfilm und welche Rolle spielt dieser für den Lernerfolg? Wie nachhaltig ist der Lernerfolg?</li></ol>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vollständiger Buchbeitrag in:</strong></p>



<div class="product-details">
<h3>Bewegte Welt // bewegte Bilder</h3>
<p>Friederike&nbsp;Rückert (Hrsg.)</p>
<h4>Bewegtbilder im kunst- und medienpädagogischen Kontext</h4>
<div class="descr">München 2018, 300 Seiten</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">ISBN 978-3-86736-428-7</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.kopaed.de/kopaedshop/?pid=1105">Link zum koepad &#8211; Verlag</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://axelbuether.de/2018/didaktik-des-lernfilms-lehren-und-lernen-durch-audiovisuelle-medien/">Didaktik des Lernfilms – Lehren und Lernen durch audiovisuelle Medien</a> erschien zuerst auf <a href="https://axelbuether.de">Farbpsychologie</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Didaktik des Lernfilms &#8211; Zeitgemäße Formen der Wissensvermittlung</title>
		<link>https://axelbuether.de/2016/didaktik-der-wissensvermittlung-im-medium-lernfilm/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Axel Buether]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Oct 2016 14:17:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Öffentlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Didaktik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#160; Was ist ein Lernfilm Lernfilme sind audiovisuelle Medien, die das zielgerichtete und methodengeleitete Erreichen von Lernzielen fördern, ermöglichen und nachhaltig sichern. Im Zentrum des Designprozesses von Lernfilmen stehen Wissensvermittlung und Erfahrungsbildung. Lernfilme sollen Ereignisse und Prozesse veranschaulichen und erklären, Zusammenhänge herstellen und vermitteln sowie Empathie und Identifikation ermöglichen. Die Bildung von Erfahrungen erfolgt anschaulich [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://axelbuether.de/2016/didaktik-der-wissensvermittlung-im-medium-lernfilm/">Didaktik des Lernfilms &#8211; Zeitgemäße Formen der Wissensvermittlung</a> erschien zuerst auf <a href="https://axelbuether.de">Farbpsychologie</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2016/05/ZOOM-Buether-Wissensvermittlung-Lernfilm.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-3239" title="ZOOM Science vs Fiction 2016 Wissensvermittlung Buether" src="https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2016/05/ZOOM-Buether-Wissensvermittlung-Lernfilm.jpg" alt="" width="636" height="900" srcset="https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2016/05/ZOOM-Buether-Wissensvermittlung-Lernfilm.jpg 636w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2016/05/ZOOM-Buether-Wissensvermittlung-Lernfilm-362x512.jpg 362w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2016/05/ZOOM-Buether-Wissensvermittlung-Lernfilm-543x768.jpg 543w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2016/05/ZOOM-Buether-Wissensvermittlung-Lernfilm-459x650.jpg 459w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2016/05/ZOOM-Buether-Wissensvermittlung-Lernfilm-141x200.jpg 141w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2016/05/ZOOM-Buether-Wissensvermittlung-Lernfilm-17x24.jpg 17w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2016/05/ZOOM-Buether-Wissensvermittlung-Lernfilm-25x36.jpg 25w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2016/05/ZOOM-Buether-Wissensvermittlung-Lernfilm-34x48.jpg 34w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2016/05/ZOOM-Buether-Wissensvermittlung-Lernfilm-150x212.jpg 150w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2016/05/ZOOM-Buether-Wissensvermittlung-Lernfilm-176x250.jpg 176w" sizes="(max-width: 636px) 100vw, 636px" /></a></p>
<h3>&nbsp;</h3>
<h3>Was ist ein Lernfilm</h3>
<ol>
<li>Lernfilme sind audiovisuelle Medien, die das zielgerichtete und methodengeleitete Erreichen von Lernzielen fördern, ermöglichen und nachhaltig sichern.</li>
<li>Im Zentrum des Designprozesses von Lernfilmen stehen Wissensvermittlung und Erfahrungsbildung.</li>
<li>Lernfilme sollen Ereignisse und Prozesse veranschaulichen und erklären, Zusammenhänge herstellen und vermitteln sowie Empathie und Identifikation ermöglichen.</li>
<li>Die Bildung von Erfahrungen erfolgt anschaulich durch Bilder, Filmsequenzen und Grafiken sowie erläuternden Text. Die Vermittlung von inhaltlichem Wissen ist auf den Lernerfolg ausgerichtet und erfolgt durch den zielgerichteten Einsatz von Sprache, Bild, Grafik, Musik und Geräuschen.</li>
<li>Das Lernziel wird in Form einer wissenschaftlichen Fragestellung definiert und spiegelt den Stand von Theorie, Forschung und Praxis im ausgewählten Themenfeld wider. Subjektive Meinungen müssen als solche erkennbar bleiben. Fachliche Aussagen müssen durch Expertise belegt sein. Die fachliche Richtigkeit darf durch inhaltliche Reduktion und künstlerischer Mittel nicht beeinträchtigt werden.</li>
<li>Die Forschungsfrage bestimmt die didaktische Struktur des Lernfilms, wie auch die Themenwahl und Dramaturgie, das Storyboard, die Produktion und Postproduktion. Die filmische Erzählung wird soweit didaktisch reduziert, dass die Beantwortung der Forschungsfrage am Ende klar und deutlich zum Ausdruck kommt.</li>
<li>Der Lernprozess steht im Zentrum jeder Entwurfs- und Produktions- und Postproduktionsphase. Das Werk entsteht über den subjektiven Prozess der Wahrnehmung, Vorstellung und Verständnisbildung im Kopf jedes Zuschauers und Zuhörers. Die vorangehende Analyse der Zielgruppe ist daher ausschlaggebend für den Lernerfolg. Um sich dem Ziel der Allgemeinverständlichkeit von Fragestellung und Antworten anzunähern, müssen Einflussfaktoren wie Alter, Kultur und Bildung berücksichtigt werden.</li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
<p>[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=A2VIAKZpx00[/youtube]</p>
<p><span style="color: #888888;"><em>Farbe &amp; Modedesign (5:00min), ein Lernfilm von Denis Herzog für die eDidaktik Plattform colour.education</em></span></p>
<h3>Was kennzeichnet einen guten Lernfilm</h3>
<p>Ein guter Lernfilm sichert die im Vorfeld fixierten Lernziele bei der anvisierten Zielgruppe. Qualitätskriterium für einen guten Lernfilm ist das Maß des Lernerfolges, das im Vorfeld festgelegt und im Nachgang evaluiert werden kann. Im Zentrum jedes Lernfilms stehen Erfahrungsbildung und Wissensvermittlung. Das Vermittlungspotenzial des Lernfilms unterscheidet sich von dem anderer Lernformen durch seine Medienspezifik, da Bewegtbilder, Standbilder, Grafiken, Sprache, Musik und Geräusche in separaten und verknüpften Erzählspuren eingesetzt werden können. Ein guter Lernfilm ist durch seine Medienspezifik gekennzeichnet. Die hierdurch erzielten Lernerfolge können nicht durch andere Lernmedien in kürzerer Zeit, in höherem Maß oder mit größerer Nachhaltigkeit erreicht werden.</p>
<p><strong>Kriterien der Bewertung von Lernfilmen</strong></p>
<ul>
<li>In welchem Maß werden die angestrebten Lernziele erreicht?</li>
<li>Wie nachhaltig ist der Lernerfolg?</li>
<li>Werden die notwendigen Erfah­rungen anschaulich vermittelt?</li>
<li>Wird das notwendige Wis­sen verständlich und kontextbezogen vermittelt?</li>
<li>Wie effektiv werden Bilder für den Lernerfolg eingesetzt?</li>
<li>Wie effektiv wird Grafik für den Lernerfolg eingesetzt?</li>
<li>Wie effektiv wird Sprache für den Lernerfolg eingesetzt?</li>
<li>Wie effektiv werden Musik und Geräusche für den Lernerfolg eingesetzt?</li>
<li>Wie hoch ist der Unterhaltungswert und gelingt die Empathiebildung?</li>
<li>Wie effizient ist das Verhältnis von Lernzeit und Lernertrag?</li>
</ul>
<h3>Welche Bedeutung haben kognitive und emotionale Faktoren im Lernfilm?</h3>
<ul>
<li><strong>Unterhaltungswert sichert den Lernerfolg</strong><br />
Gute Unterhaltung ist Mittel zum Zweck und dennoch von zentraler Bedeutung für den Erfolg eines Lernfilms. Das Versprechen guter Unterhaltung erzeugt Aufmerksamkeit bei der Zielgruppe und schafft die Voraussetzung für den Lernerfolg.</li>
<li><strong>Fragestellung erzeugt Neugierde und weckt Interesse am Thema</strong><br />
Über kognitive Interessen am Thema kann die Zielgruppe den Film suchen, finden, bemerken und auswählen.</li>
<li><strong>Dramaturgie erzeugt und hält Aufmerksamkeit und Empa­thie</strong><br />
Über Neugier und Empathie wird erreicht, dass die Zielgrupp den Lernfilm bis zum Ende verfolgt und das Lernziel erreicht. Emotionale Beteiligung am Geschehen ist wichtig, wenn sich die Zielgruppe für die Aufnahme von Informationen öffnen, innere Beteiligung erreicht, Interesse geweckt, erhalten und gesteuert werden soll.</li>
<li><strong>Roten Faden der Handlung steuert den Lernprozess</strong><br />
Über emotionale oder kognitive Faktoren können wir den roten Faden der Handlung bestimmen und festlegen, was im Vordergrund des Lernvorgangs rückt oder im Hintergrund als Kontextinformation verbleibt.</li>
<li><strong>Am Lernziel ausgerichtete Auswahl der Inhalte</strong><br />
Obwohl vieles scheinbar übersehen wird, entfaltet jede Information eine Bedeutung für den Lernerfolg. Sie ist überflüssig, wo sie das Lernziel behindert und sinnvoll, wo sie zum Gelingen des Lernerfolgs beiträgt.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=chzmXTqtE5o[/youtube]</p>
<p><span style="color: #888888;"><em>Farbe &amp; Modedesign (4:40min), ein Lernfilm von&nbsp;Sebastian Hümbert / Anja Kubitzki / Mariola Klosowski für die eDidaktik Plattform colour.education</em></span></p>
<h3>Spannende Geschichten statt trockener Lernstoff</h3>
<p>Nach dem Stand der Neurodidaktik gilt: Wenn wir etwas Lernen müssen, wird es ganz schwer. Lernen ist anstrengend und verbraucht eine Menge Energie, da sich im Gehirn neue Verknüpfungen bilden müssen. Am effektivsten erfolgt Lernen, wenn wir uns dessen gar nicht bewusst sind, was die spielerisch-experimentellen und unterhaltsamen Aspekte des Lernfilm bedeutsam macht. Die Zielgruppe muss intrinsisch am Lerngegenstand interessiert sein, was direkt oder indirekt erreicht werden kann. Hier kommt der Kontext der Lernsituation ins Spiel, der entscheidend für den Lernerfolg ist. Sobald wir vor einem Problem stehen, dem wir nicht mehr ausweichen können, sind wir intrinsisch an der Lösung interessiert. Als explizite Lerner sind wir das, wenn wir im Unterricht und Schulungssituationen mit konkreten Fragen konfrontiert sind und nach Antworten suchen müssen. Wir wollen die Lösung finden und sind an Lernfilmen zum Problem interessiert. Der Unterhaltungsfaktor rückt hier in den Hintergrund, ist jedoch für die Ergebnissicherung von entscheidender Bedeutung. Wissen verankert sich im Gedächtnis, wenn wir es häufig benötigen, wenn es uns emotional bewegt oder wenn es in Form von Geschichten erzählt wird.</p>
<h3>Die Zielgruppe der Lerner richtig adressieren</h3>
<p>Lernfilme werden für die Zielgruppe der Lerner hergestellt, die hierdurch Erfahrungen vermittelt bekommen und Wissen erwerben. Lernfilme sind primär Designprodukte, da sie sich am Erreichen von Zielvorgaben messen lassen müssen. Diese können durch wissenschaftliche oder künstlerische Methoden erreicht werden. In der Regel müssen Lernfilme primär einem fachwissenschaftlichen Anspruch standhalten, also den Stand von Theorie, Forschung und Praxis zu einem Thema korrekt vermitteln. Lernfilme können einen künstlerischen Anspruch entwickeln, wenn es inhaltliche Gründe dafür gibt, die Zielgruppe hierdurch effektiver als durch reine Wissensfilme adressiert wird und der angestrebte Lernerfolg erreicht wird. Die Zielgruppe kann direkt oder indirekt adressiert werden. Menschen sehen Lernfilme aus unterschiedlichen Gründen. Sie können ganz direkt an Bildung interessiert sein, die Lösung zu einem Problem suchen, einen Prozess verstehen wollen oder an Fakten interessiert sein. Hier wirkt die direkte Adressierung der Zielgruppe durch die Thematisierung der zentralen Fragestellung im Filmtitel oder Titelbild am effektivsten. Soll die Zielgruppe hingegen neugierig gemacht und zum Lernen verführt werden, wirken emotional gefärbte Titel wie auch Wort- und Bildmetaphern weitaus überzeugender. Das Ziel impliziter Wissensvermittlung wird durch einen experimentellen Ansatz gefördert, da hierdurch natürliche Lernfaktoren wie der Spieltrieb und die Wissbegierde aktiviert werden, die schon im Kindesalter für Lernmotivation und Lernerfolge sorgen.</p>
<p>[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=8W_uj3pUlHg[/youtube]</p>
<p><span style="color: #888888;"><em>Farbe &amp; Modedesign (4:24 min), ein Lernfilm von&nbsp;Anja Kubitzki / Daniel Mann / Sonja Wolff für die eDidaktik Plattform colour.education</em></span></p>
<h3>8 didaktische Prinzipen für das Design von Lernfilmen</h3>
<ol>
<li><strong>Lernerfolg planen, Lernziele bestimmen und Lernbereitschaft erzeugen</strong><br />
Im Zentrum des Designs von Lernfilmen steht der Lernerfolg. Lernfilme müssen für die Zielgruppe der Lerner verständlich, interessant und unterhaltsam gestaltet sein, da hierdurch Lernbereitschaft erzeugt wird. Form und Inhalt müssen so gewählt werden, dass sie Lernerfolg und Lernziele optimal fördern.</li>
<li><strong>Didaktische Reduktion auf ein Kernthema<br />
</strong>Das Themenfeld muss didaktisch auf ein Kernthema reduziert werden, dessen Lernpotenzial zeitlich und medienspezifisch aufgezeigt werden kann. Vorwissen und Vorerfahrungen können vorausgesetzt werden, sollten jedoch bei der Angabe der Zielgruppe erwähnt werden, wo sie das Allgemeinwissen übersteigen. Mit der Problemlösung können weitere Aspekte, Varianten und Wege zum Ziel vermittelt werden. Fachbegriffe wie fachspezifische Bilder und Grafiken müssen erklärt werden, wo Fachkenntnisse und Vorerfahrungen nicht vorausgesetzt werden können. Ungeklärten Fragen sollten nur dann im Raum verbleiben, wenn eine Fortsetzung als Lernfilmreihe geplant ist.</li>
<li><strong>Frage- bzw. Problemstellung formulieren</strong><br />
Die Lernziele werden in Form einer Fragestellung definiert, die aus Theorie, Forschung und Praxis des Themenfeldes gewählt werden kann. Die Richtigkeit und Gültigkeit von inhaltlichen Aussagen kann in der Regel nur in Bezug auf die zu Grunde gelegte Frage- bzw. Problemstellung bewertet werden, da durch das Medium nur einen kleiner Ausschnitt des verfügbaren Wissens und der möglichen Erfahrungen gezeigt und erklärt werden kann. Die Frage- bzw. Problemstellung erzeugt den Fokus des Themas, hilft bei der Auswahl der zum Verständnis notwendigen Kontextinformationen, steht im Zentrum des Lernprozesses und fordert zur inhaltlichen und formalen Auseinandersetzung mit der Antwort heraus.</li>
<li><strong>Stand der Forschung recherchieren und überprüfen</strong><br />
Bei der Themensuche ist auf die Möglichkeit zur fachlichen Überprüfung der Lerninhalte zu achten, da nach wissenschaftlichen Standards ausschließlich der Stand von Theorie, Forschung und Praxis gezeigt werden darf. Künstlerische Annäherungen müssen als solche erkennbar bleiben. Kunstwerke oder Künstlerpersönlichkeiten sprechen für sich oder werden durch die Expertise verschiedener Wissenschaften analysiert, kontextualisiert und eingeordnet. Ungeklärte Probleme, divergente Lösungsansätze, wiedersprechende Erklärungen sowie unterschiedliche Erfahrungshintergründe müssen als solche gekennzeichnet werden. Das kann durch Gegenüberstellung von Thesen, Erklärungsmodellen und Expertenmeinungen erreicht werden.</li>
<li><strong>Erziehung zum eigenständigen diskursiven Denken </strong><br />
Lernfilme sollten weder in Teilen noch im Ganzen belehrend sein, sondern die Zuschauer und Zuhörer zu einer neugierigen kritischen Haltung gegenüber jeder Form von Wissensvermittlung und Erfahrungsbildung erziehen. Jede wissenschaftlich fundierte Aussage kann in der Zukunft durch neue Erkenntnisse falsifiziert werden. Sollte das nicht möglich sein, handelt es sich nicht um Wissenschaft, sondern um Glaubensgrundsätze oder persönliche&nbsp; Meinungen, die als solche zu kennzeichnen sind. Was für eine Frage- bzw. Problemstellung als Antwort oder Lösung richtig ist, kann für ähnliche Fälle bereits zu missverständlichen oder falschen Aussagen führen. Daher ist es wichtig, dass jeder Lernfilm Rückschlüsse auf Denkfehler ermöglicht, die bei der Übertragung oder Verallgemeinerung von sekundärem Wissen leicht entstehen können. Kritik und Reflexion sollte durch Diskussionen oder Feedback in jeder Form möglich sein.</li>
<li><strong>Neugier wecken, Lustgefühl anregen und Empathie bilden</strong><br />
Der Einstieg dient der Vorbereitung des Lernprozesses, was durch Interesse der Zielgruppe an der Fortsetzung des Lernfilms erreicht ist. Dabei spielt es noch keine Rolle, ob die Zielpersonen aus emotionalen oder kognitiven Gründen neugierig geworden sind. Neugierde, Spieltrieb, Wissbegier und Lustgefühl stimulieren das Interesse der Zielgruppe. Alle Phasen im Prozess der Wissensvermittlung und Erfahrungsbildung sollten daher so gestaltet werden, dass die Zielgruppe bis zum Ende emotional und kognitiv am filmischen Geschehen beteiligt bleibt.</li>
<li><strong>Aufmerksamkeit erzeugen, Interesse und Wissbegier nutzen, ästhetisch Gestalten<br />
</strong>Filmtitel und Titelbild müssen bei der Zielgruppe Aufmerksamkeit erzeugen. Sie sollen nicht abschreckend, langweilig oder demotivierend wirken, sondern seriös und anspruchsvoll. Lernfilme müssen von der ersten bis zur letzten Sekunde Lust und Interesse am Thema erzeugen. Der ästhetische Anspruch von Lernfilmen muss hoch sein, da Form und Inhalt von Bildungsprodukten zusammengehört. Ein geringer formaler Anspruch an die Ästhetik von Lernfilmen wirkt sich negativ auf den Lernerfolg aus, da es immer darauf ankommt, was und wie etwas gesagt und gezeigt wird. Durch unprofessionelle Gestaltung können wichtige Aussagen verfälscht werden oder ganz verloren gehen.</li>
<li><strong>Antworten, Problemlösungen, Ergebnissicherung und Feedback</strong><br />
Die Lösung des eingangs gestellten Problems bzw. die Antwort auf die Fragestellung steuert den Lernprozess und nimmt hierdurch Einfluss auf die Handlung und Dramaturgie des Lernfilms. Die Qualität von Storyboard, Produktion und Postproduktion werden am Lernprozess, der Erreichung der Lernziele und der Nachhaltigkeit des Lernerfolgs gemessen. Alle Mitwirkenden und filmischen Mittel müssen sich diesen Kriterien unterordnen, was den Erfolg eines Lernfilms objektivierbar und evaluierbar macht. Die Sicherung des vermittelten Wissens erfolgt durch Erhöhung der Prägnanz, was durch Zusammenfassungen, Wiederholungen, Merksätze, Schlüsselbegriffe und Schemata, Medienwechsel oder somatische Marker erreicht werden kann. Somatische Marker sind besonders eindringliche emotionale Erlebnisse, die eine nachhaltige Verankerung von Erfahrungen und Wissen im Gehirn bewirken. Grundsätzlich sollte nach jedem Lernfilm Feedback angeregt und ermöglicht werden, was die Überprüfung und Sicherung des Lernerfolgs ermöglicht sowie inhaltliche, dramaturgische und didaktische Fehler aufdeckt.</li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Download Skript:</strong> <a href="https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2016/05/Didaktik-des-Lernfilms-Buether.pdf">Didaktik des Lernfilms Buether</a></p>
<p>Vortrag Prof. Dr. Axel Buether<br />
11. Mai 2016<br />
Universität Regensburg<br />
D-93040 Regensburg<br />
Hörsaal 3</p>
<p>ZOOM Vortragsreihe Sommersemester 2016<br />
Univ.-Prof. Dr. Christoph Wagner<br />
<a href="http://www.uni-regensburg.de/philosophie-kunst-geschichte-gesellschaft/kunstgeschichte/">Kunstgeschichte / Art History</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://axelbuether.de/2016/didaktik-der-wissensvermittlung-im-medium-lernfilm/">Didaktik des Lernfilms &#8211; Zeitgemäße Formen der Wissensvermittlung</a> erschien zuerst auf <a href="https://axelbuether.de">Farbpsychologie</a>.</p>
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		<title>Ästhetik der Wahrnehmung</title>
		<link>https://axelbuether.de/2015/asthetik-der-wahrnehmung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Axel Buether]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Dec 2015 09:34:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Öffentlichkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Inhalt und Zielstellung Der Wahrnehmungsprozess beinhaltet aktives Erforschen, Wählen, Erfassen des Wesentlichen, Vereinfachen, Abstrahieren, Analyse und Synthese, Ergänzen, Korrigieren, Vergleichen, Aufgaben lösen, Kombinieren, Unterscheiden, in Zusammenhang bringen. Alle Wahrnehmungen und Vorstellungen unserer Existenz in der Umwelt sind räumlich und zeitlich strukturiert. Das entspricht der Natur unserer Sinneserfahrungen, die das Gehirn in einem Gedächtnismodell der äußeren [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://axelbuether.de/2015/asthetik-der-wahrnehmung/">Ästhetik der Wahrnehmung</a> erschien zuerst auf <a href="https://axelbuether.de">Farbpsychologie</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h3><a href="https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2015/11/Wahrnehmung-Blau-Farbe-Licht-Raum-Seminar-Axel-Buether.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-2907" title="Wahrnehmung Blau Farbe Licht Raum Seminar Axel Buether" src="https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2015/11/Wahrnehmung-Blau-Farbe-Licht-Raum-Seminar-Axel-Buether.jpg" alt="" width="675" height="900" srcset="https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2015/11/Wahrnehmung-Blau-Farbe-Licht-Raum-Seminar-Axel-Buether.jpg 675w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2015/11/Wahrnehmung-Blau-Farbe-Licht-Raum-Seminar-Axel-Buether-384x512.jpg 384w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2015/11/Wahrnehmung-Blau-Farbe-Licht-Raum-Seminar-Axel-Buether-576x768.jpg 576w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2015/11/Wahrnehmung-Blau-Farbe-Licht-Raum-Seminar-Axel-Buether-487x650.jpg 487w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2015/11/Wahrnehmung-Blau-Farbe-Licht-Raum-Seminar-Axel-Buether-150x200.jpg 150w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2015/11/Wahrnehmung-Blau-Farbe-Licht-Raum-Seminar-Axel-Buether-18x24.jpg 18w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2015/11/Wahrnehmung-Blau-Farbe-Licht-Raum-Seminar-Axel-Buether-27x36.jpg 27w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2015/11/Wahrnehmung-Blau-Farbe-Licht-Raum-Seminar-Axel-Buether-36x48.jpg 36w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2015/11/Wahrnehmung-Blau-Farbe-Licht-Raum-Seminar-Axel-Buether-187x250.jpg 187w" sizes="(max-width: 675px) 100vw, 675px" /></a></h3>
<h3></h3>
<h3>Inhalt und Zielstellung</h3>
<p><em></em>Der Wahrnehmungsprozess beinhaltet aktives Erforschen, Wählen, Erfassen des Wesentlichen, Vereinfachen, Abstrahieren, Analyse und Synthese, Ergänzen, Korrigieren, Vergleichen, Aufgaben lösen, Kombinieren, Unterscheiden, in Zusammenhang bringen.</p>
<p>Alle Wahrnehmungen und Vorstellungen unserer Existenz in der Umwelt sind räumlich und zeitlich strukturiert. Das entspricht der Natur unserer Sinneserfahrungen, die das Gehirn in einem Gedächtnismodell der äußeren Welt ordnet. Es sind die erkannten Irrtümer, Fehler und Misserfolge, durch die wir lernen, da das Gehirn die Raumvorstellungen unwillkürlich korrigiert und erweitert. Der Kulturraum vermittelt uns die Gebrauchsanweisung seiner Benutzung. Wir nehmen wahr, wohin wir uns orientieren müssen, wie wir Dinge benutzen oder mit was wir interagieren können.</p>
<p>Wir werden uns im Rahmen des Seminars anhand von praktischen Beispielen aus Kunst, Design und Raumgestaltung mit den menschlichen Sinnen und ihren Funktionen für die Ästhetik der Wahrnehmung auseinandersetzen. Die Erklärung der Funktionsweise vom Sehsinn, Tastsinn, Hörsinn, Geruchs-/Geschmackssinn, Gleichgewichtssinn und Bewegungssinn erfolgt im Hinblick auf die Konsequenzen für alle Bereiche der Gestaltung.</p>
<p>Im Seminar werden wahrnehmungspsychologische Grundlagen für Gestalter mit Bezug auf praktische Beispiele der Bild-, Film- und Raumgestaltung vermittelt.</p>
<h3>Themen:</h3>
<ol>
<li>Proportionsästhetik &#8211; Gleichgewichtswahrnehmung</li>
<li>Materialästhetik &#8211; Taktile Wahrnehmung</li>
<li>Formästhetik &#8211; Haptische Wahrnehmung</li>
<li>Bewegungsästhetik &#8211; Kinästhtische Wahrnehmung</li>
<li>Geruchs- und Geschmacksästhetik &#8211; Olfaktorische/gustatorische Wahrnehmung</li>
<li>Farbästhetik &#8211; Visuelle Wahrnehmung</li>
<li>Musik &#8211; auditive Wahrnehmung</li>
<li>Synästhesie &#8211; Multisensuelle Wahrnehmung</li>
<li>Atmosphären &#8211; Emotionalität der Wahrnehmung</li>
</ol>
<p>Der Beitrag <a href="https://axelbuether.de/2015/asthetik-der-wahrnehmung/">Ästhetik der Wahrnehmung</a> erschien zuerst auf <a href="https://axelbuether.de">Farbpsychologie</a>.</p>
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		<title>Wege zur kreativen Gestaltung. Methoden und Übungen</title>
		<link>https://axelbuether.de/2014/wege-zur-kreativen-gestaltung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Axel Buether]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jan 2014 12:07:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Kreative Intelligenz lässt sich lebenslang fördern, wenn sich der angeborene Spieltrieb über experimentelle Strategien entfalten kann. Axel Buether hat zehn grundlegende didaktische Prinzipien für den Gestaltungsprozess beschrieben, über die sich Kreativität systematisch lehren und lernen lässt.Vier Kreativstrategien eröffnen neue Wege: Sie lernen auf Ihre Intuition zu hören, das Wesentliche zu sehen und darzustellen, ungewohnte Sichtweisen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://axelbuether.de/2014/wege-zur-kreativen-gestaltung/">Wege zur kreativen Gestaltung. Methoden und Übungen</a> erschien zuerst auf <a href="https://axelbuether.de">Farbpsychologie</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image"><a href="https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2012/12/Wege-Kreative-Gestaltung-Buether1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="691" height="900" src="https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2012/12/Wege-Kreative-Gestaltung-Buether1.jpg" alt="" class="wp-image-2210" title="Wege Kreative Gestaltung Buether" srcset="https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2012/12/Wege-Kreative-Gestaltung-Buether1.jpg 691w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2012/12/Wege-Kreative-Gestaltung-Buether1-393x512.jpg 393w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2012/12/Wege-Kreative-Gestaltung-Buether1-590x768.jpg 590w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2012/12/Wege-Kreative-Gestaltung-Buether1-499x650.jpg 499w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2012/12/Wege-Kreative-Gestaltung-Buether1-154x200.jpg 154w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2012/12/Wege-Kreative-Gestaltung-Buether1-18x24.jpg 18w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2012/12/Wege-Kreative-Gestaltung-Buether1-28x36.jpg 28w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2012/12/Wege-Kreative-Gestaltung-Buether1-37x48.jpg 37w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2012/12/Wege-Kreative-Gestaltung-Buether1-150x195.jpg 150w, https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2012/12/Wege-Kreative-Gestaltung-Buether1-191x250.jpg 191w" sizes="auto, (max-width: 691px) 100vw, 691px" /></a></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Kreative Intelligenz lässt sich lebenslang fördern, wenn sich der angeborene Spieltrieb über experimentelle Strategien entfalten kann. Axel Buether hat zehn grundlegende didaktische Prinzipien für den Gestaltungsprozess beschrieben, über die sich Kreativität systematisch lehren und lernen lässt.<br>Vier Kreativstrategien eröffnen neue Wege: Sie lernen auf Ihre Intuition zu hören, das Wesentliche zu sehen und darzustellen, ungewohnte Sichtweisen zu entwickeln, eine Atmosphäre zu inszenieren und eigene Farbzusammenstellungen zu entwickeln.<br>In den zahlreichen praktischen Übungen, die mit über 1000 Abbildungen illustriert werden, entstehen beispielsweise Plastiklöffel-Projektionen, Farbprofile in Kindergärten oder bizarre Stoffskulpturen. Dabei wird deutlich, wie kreative Prozesse zu neuen Ideen und verblüffenden Ergebnissen führen. Ein »Musterbuch« für jede Art von Innovationsentwicklung, bei der nicht nur das einzelne Werk, sondern auch die Erforschung des Phänomens »Kreativität« im Fokus steht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">464 Seiten<br>1012 farbige Abbildungen<br>22 x 17 cm<br>gebunden<br>EUR [ D ] 39.90<br>€ [A] 41,10 / sFr 50,50<br>Erscheinungsjahr: 6. März 2013</p>



<h2 class="has-background wp-block-heading" style="background-color:#a5ccbf">Free download</h2>



<p class="has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#a5ccbf">Unter dem nachstehenden Link können Sie ab jetzt kostenfrei das Buch herunterladen. Die Urheber- und Nutzungsrechte bleiben davon unberührt. Das Buch steht ausschließlich für Bildungszwecke zur Verfügung und darf weder in Teilen noch als Ganzes vervielfältigt, noch kommerziell genutzt werden</p>



<div data-wp-interactive="core/file" class="wp-block-file"><object data-wp-bind--hidden="!state.hasPdfPreview" hidden class="wp-block-file__embed" data="https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2022/05/Wege_zur_kreativen_Gestaltung_Axel_Buether_free_download.pdf" type="application/pdf" style="width:100%;height:600px" aria-label="Einbettung von Einbettung von Wege_zur_kreativen_Gestaltung_Axel_Buether_free_download.."></object><a id="wp-block-file--media-3fd8779f-19cd-4f44-a78b-134d95ff216d" href="https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2022/05/Wege_zur_kreativen_Gestaltung_Axel_Buether_free_download.pdf">Wege_zur_kreativen_Gestaltung_Axel_Buether_free_download</a><a href="https://axelbuether.de/wp-content/uploads/2022/05/Wege_zur_kreativen_Gestaltung_Axel_Buether_free_download.pdf" class="wp-block-file__button" download aria-describedby="wp-block-file--media-3fd8779f-19cd-4f44-a78b-134d95ff216d">Herunterladen</a></div>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="http://www.henschel-verlag.de/Buch/9783865023049-Wege-zur-kreativen-Gestaltung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Infos Seemann Henschel Verlag</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="http://www.amazon.de/Wege-zur-kreativen-Gestaltung-Methoden/dp/3865023045" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blättern im Buch bei amazon:</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Kreative Gestaltung als Ideenfindungs- und Vermittlungsprozess</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die „Wege zur kreativen Gestaltung“ bieten jedem Menschen einen Freiraum für die schöpferische Auseinandersetzung mit der Art und Weise des eigenen Seins in der Welt. Dabei spielt es keine Rolle, ob sein Interesse der präzisen Entwicklung von konkreten Problemlösungen gilt oder ihm die Freude am Spiel einen intuitiven Weg zu neuen Zusammenhängen eröffnet. Aus der Herausforderung, sich in kürzester Zeit mit unterschiedlichen Medien und Arbeitstechniken vertraut zu machen, entwickeln sich individuelle Kreativitätsstrategien, eine Flexibilität im Umgang mit Medien und ein Bewusstsein für das eigene Leistungsvermögen. Das lebenslange Suchen und Lernen, das den Kern jeder gestalterischen Tätigkeit bildet, fördert die Herausbildung einer eigenständigen schöpferischen Position.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die methodische Förderung der kreativen Intelligenz</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Begriff der Intelligenz wird das Erkenntnisvermögen eines Menschen bezeichnet, aus Erfahrungen zu lernen, sich an neue Situationen anzupassen, abstrakte Konzepte zu verstehen und sich Wissen für die Veränderung seiner Lebensumwelt nutzbar zu machen. Die kreative Intelligenz ist eng mit der Funktion des präfrontalen Cortex verknüpft, der unsere Fähigkeit zum divergenten Denken bestimmt. Schädigungen in diesem Gehirnzentrum beeinträchtigen unsere geistige Flexibilität und unsere Kommunikationsfähigkeit. Die betroffenen Menschen finden kaum noch neue oder alternative Strategien zur Lösung gestellter Probleme. Die gelernten Denk- und Handlungsroutinen funktionieren dagegen nahezu unbeeinträchtigt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kreativität ist die Triebkraft jeder Erfindung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Sie bildet einen integralen Bestandteil der menschlichen Intelligenz. Jeder Mensch ist kreativ, wenn sich seine angeborene Neugierde sowie sein Spieltrieb frei entfalten kann. Die bereits erworbene Beobachtungsgabe, Improvisationsfähigkeit und Experimentierfreude lassen sich lebenslang systematisch fördern, in dem wir für jedes Individuum beständig neue Herausforderungen kreieren. Kreativstrategien sind hilfreich, wenn sie Menschen inspirieren, ungewöhnlichen Fragen anregen, eigenständige Ideen provozieren und zu spontanen Taten antreiben.</p>
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