Raumdenken und visuelle Kommunikation”, Vortrag 22. Mai TU-Berlin

21./22. Mai 2012 TU-Berlin Symposium "Architektur erleben und verstehen"

Theoretiker des „Embodied Mind“ Ansatzes entwickelten in den letzten Jahren die Aufsehen erregende These, dass unser gesamtes Wahrnehmen, Denken und Handeln fundamental auf körperlich-szenischem Erleben beruht. Dabei entstanden auch Ideen, wie materielle Gebilde geistige Gehalte verkörpern können.

Leiblich-szenische Sensitivität als Grundlage einer neuen Ästhetik?

Die visuelle Wahrnehmung von Architek­tur wird tra­di­tionell über­be­tont. Dabei betra­cht­en wir die Welt nicht nur als dis­tanzierte Beobachter, son­dern erleben sie mit allen Sin­nen und sind dabei selb­st Teil der Sit­u­a­tion. Wesentlich hier­bei ist unter anderem das kör­per­liche Fühlen, dessen Bedeu­tung für das räum­liche Erleben bis vor kurzem unter­schätzt oder gar ignori­ert wurde. Aus diesen neuen Ansätzen ergeben sich vielver­sprechende und faszinierende Per­spek­tiv­en für das Ver­ständ­nis von Architek­tur, Stadt und gestal­tetem Raum, welche in dem vorgeschla­ge­nen Sym­po­sium aus­gelotet und weit­er­en­twick­elt wer­den sollen.

Eine Ver­anstal­tung des Insti­tutes für Bau- und Stadt­geschichte, TU Berlin (Prof. Dr. Johannes Cramer) und des Architek­tur-Muse­ums der TU Berlin (Dr. Hans-Dieter Nägelke) Organ­isatoren: Katha­ri­na Brichet­ti & Franz Mech­sner

Vortragsprogramm

Montag, 21.Mai 2012

9.45–10.30
Kirsten Wag­n­er, Sen­sorische Streifzüge durch die Stadt. Zum Gehen als Meth­ode und Erken­nt­n­is­fig­ur

10.30–11.15
Ger­not Böhme, Flanieren in der Shop­ping Mall

11.30–12.15
Sask­ia Hebert, Ortsver­schiebun­gen: Schnittstellen zwis­chen gelebten und gebaut­en Räu­men

13.15–14.00
Jan Restat, Die kinäs­thetis­che Grund­lage der Raumkog­ni­tion

14.00–14.45
Katha­ri­na Brichet­ti, Architek­tur leib­lich erleben und ver­ste­hen

15.00–15.45
Matthias Müller, Die Kon­sti­tu­tion des Selb­st als Effekt des Raums

15.45–16.30
Franz Mech­sner, Men­sch und Szene

16.45–17.30
Karl Schawel­ka, Nobody knows any­thing

17.30–18.15
Annette Homann, Ein Schleier des Licht­es bewegt den Kör­p­er

Abend-Programm

19.00–22.00 Foy­er vor A053
Alex Artea­ga, Offene Film-Instal­la­tion: „Emerg­ing Envi­ron­ments“

20.00–21.00 Raum A053
Ger­not Böhme, Meta­phern in der Architek­tur (Öffentlich­er Abend­vor­trag)

Dienstag, 22.Mai 2012

9.00–9.45
Axel Buether, Raum­denken und visuelle Kom­mu­nika­tion

9.45–10.30
Nathalie Bre­del­la, Kine­ma­tis­ch­er Raum und Architek­tur. Zur Kon­struk­tion und Erfahrung bewegter Räume

10.45–11.30
Mar­tin Brösam­le, Architek­tur und Geste

11.30–12.15
Achim Hahn, Erleben im Raum der All­t­ags­land­schaft

13.15–14.00
Alex Artea­ga, Der Raum als Emer­genz und deren Erschließung durch ästhetis­che Prax­is

14.00–14.45
Moni­ka Wag­n­er, Optis­che und tak­tile Ober­flächen. Von der Umgestal­tung städtis­ch­er Räume

15.00–15.45
Jür­gen Has­se, Die spitze Ecke in Stadt und Architek­tur

15.45–16.15
Abschluss­diskus­sion

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17.05.12 in Wissenstransfer
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