Projektverfasser: Carolin Raber, Felix Herbst, Christian Freitag, Paul Kirsten (Studierende der Burg Giebichenstein, Kunsthochschule Halle) unter Leitung von Prof. Dr. Axel Buether

Raum und Musik

Der formale Aufbau des Klangraums der Musik, wie des Anschauungsraums der Architektur, lässt sich über Gegensatzrelationen oder Kontraste beschreiben, wie die der Tonhöhe, Tonstärke, Klangfarbe, Schwebung oder Brillanz. Für die Beschreibung des Farbraums nutzen wir medienspezifische Skalen, wie die Helligkeit, den Buntton oder die Sättigung. Über den Anteil der Obertöne am Gesamtspektrum eines Klanges lässt sich dessen Klangfarbe definieren, die umso brillanter wird, je mehr davon zu vernehmen sind. Das Fehlen von Obertönen dagegen lässt den Klang dumpfer werden.

Die Konstruktion des Hörraums ist ein sukzessiver Prozess, bei dem der Mensch verschiedene auditive Ereignisse nacheinander in ihrer Bedeutung erfasst und topographisch lokalisiert. Töne und Klänge repräsentieren wie Farben und Helligkeiten bereits eine Bedeutung, da hierzu aus dem Geräuschspektrum ein konkreter Frequenzanteil isoliert und als einzelnes Ereignis erfasst werden muss.

Die räumlich-visuelle Kompetenz eines Menschen lässt sich gezielt fördern, wenn wir uns im Verlauf der Individualentwicklung immer wieder bewusst mit dem „Klang von Räumen und Bildern“ auseinandersetzen. Hierbei handelt es sich nicht nur um ein Motiv, dass in die rhythmische Gestaltung vieler architektonischer Bauwerke eingeflossen ist, sondern um einen multisensualen Zugang zur Wahrnehmung von Stadträumen und Architektur.

LichtRaumKlangParameter der Installation

Der modulare Rhythmus der historischen Fassade des Thon-Dittmer-Palais bestimmt den Dekonstruktionsprozess, aus dessen musikalisch bestimmten Variationen unendlich mannigfaltige Neukompositionen hervorgehen. Die Zuschauer können auf mobilen Displays in den Prozess eingreifen und die Morphosen des architektonischen Raums anhand von räumlich wirksamen Bewegungsparametern modifizieren, die wiederum musikalischen Grundparametern folgen:

Musikalisch-räumliche Formgrößen:
Anzahl, Höhe, Breite der Flächen einstellen – Tiefe der extrudierten Flächen einstellen – Rahmen anschalten – Rahmen füllen – Rahmenfüllung einfärben – Rahmenbreite einstellen – Schweif anschalten – Punktdarstellung anschalten – 3D-Darstellung anschalten (experimentell) – Flächen überblenden – Farbe der Flächen festlegen – Deckkraft der Flächen einstellen – Bewegung pausieren – Flächen rotieren lassen (alle 3 Achsen) – Rotationswert festlegen – Rotationsgeschwindigkeit einstellen – Raumtiefe der Flächen-Ebenen festlegen – Tempo der Bewegung einstellen – Takt der Bewegung einstellen, wahlweise mit Betonung – Bewegungsart auswählen: ausklingen, schwingen, dämpfen – Beschleunigung der Flächen festlegen

 

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Vortrag „Raum Farbe Kreativität“ auf der Konferenz Spaces

Link zur Homepage der Universität Regensburg (Veranstalter):


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