
Die subjektiven Wirkungen der Farben
Vortrag mit anschließender Signierstunde
Farben „wirken“ nicht wie Naturgesetze – sie wirken im Menschen. Und genau darin liegt die Herausforderung für Gestaltung: Zwei Personen können denselben Farbton sehen und völlig Unterschiedliches erleben – je nach Biografie, Kontext, Erwartung, Rollenbild, kultureller Prägung und aktueller Stimmung.
In diesem Vortrag zeige ich erstmals verständlich und handhabbar, wie diese subjektive Farbwirkung entsteht – und wie Sie sie als professionelle Designerinnen oder auch als Laien im Alltag bewusst als Mittel der Selbstfürsorge nutzen können, ohne in vereinfachte Farbschemata oder Mythen zu geraten. Es geht um Farbe als psychologisches Kommunikationsmittel: nicht als Dekoration, sondern als Signal, das Identität, Haltung und Atmosphäre vermittelt – und dessen Bedeutung immer vom Wahrnehmenden mitkonstruiert wird.
Was Sie aus dem Vortrag mitnehmen
- ein klares, praxisnahes Modell, wie subjektive Farbwirkung zustande kommt
- warum „die Wirkung“ einer Farbe ohne Kontext eine Illusion ist – und wie man Kontext gezielt gestaltet
- wie Farbentscheidungen Identität, Zugehörigkeit und Abgrenzung im Raum fühlbar machen
- wie Sie Farbvorlieben Ihrer Kund:innen besser verstehen – und in ein tragfähiges Gestaltungskonzept übersetzen
- wie Sie typische Fehlannahmen der Farbpsychologie vermeiden und stattdessen differenziert argumentieren können
Im Anschluss: Signierstunde zum neuen Buch
„Das große Buch der Farbpsychologie“ – mit Gelegenheit zum persönlichen Austausch.
Für alle, die Farbe nicht länger nach Geschmack entscheiden wollen – sondern nach Wirkung, verstanden als subjektiv erlebte, gestalterisch steuerbare Kommunikation.
Anmeldung, Veranstalter und Ort: Cokon Düsseldorf
Zeit: Do. 22.01.2026 von 18:30 – 20:30
