Wie wird der Kunstunterricht zu einem Kernfach moderner Gesellschaften?

EIN TRANSDISZIPLINÄRES PROJEKT DES BEREICHS KUNSTPÄDAGOGIK AN DER UNIVERSITÄT SIEGEN

Warum muss das Schulfach Kunst um seinen Stellenwert in den Bildungssystemen Europas kämpfen? Wir sprechen von einer Zeiterscheinung, die sich nicht nur in Deutschland, sondern in allen Mitgliedsstaaten der EU an fehlender Akzeptanz und schrumpfenden Bildungsanteilen bemerkbar macht.

 

Nach Ein­schätzun­gen der OECD und der Europäis­chen Kom­mis­sion, die im Rah­men der PISA Studie mit weitre­ichen­den Fol­gen für die Bil­dung­sprax­is der Län­der getrof­fen wur­den, besitzt Kun­st nicht den gle­ichen Stel­len­wert für die erfol­gre­iche Par­tizipa­tion des Men­schen in mod­er­nen Gesellschaften wie die Kerndiszi­plinen Math­e­matik, Sprachen und Natur­wis­senschaften. Die Anforderun­gen an die All­ge­mein­bil­dung kom­mender Gen­er­a­tio­nen wer­den heute von den Kräften der Glob­al­isierung und Ökonomisierung aller Lebens­bere­iche der Gesellschaft geprägt. Das all­ge­mein­bildende Schul­fach Kun­st wird davon nicht ausgenom­men, weshalb ich mich in meinem Vor­trag auf die erhe­bliche Bedeu­tung von Kern­the­men kün­st­lerisch­er Bil­dung wie Kreativ­ität, Prob­lem­lösen und Visuelle Kom­mu­nika­tion in den gesellschaftlichen Hand­lungs­feldern Architek­tur und Design konzen­tri­eren möchte, deren Ver­mit­tlung für den Erfolg von Indi­viduen in mod­er­nen Gesellschaften unverzicht­bar ist.

EIN TRANSDISZIPLINÄRES PROJEKT DES BEREICHS KUNSTPÄDAGOGIK AN DER UNIVERSITÄT SIEGEN
Aus­ge­hend von der Über­legung, dass die Kun­st­päd­a­gogik durch ein enges Ver­hält­nis zu Kun­st­prax­is und Kunst­wissenschaft, zu Philoso­phie und Ästhetik, zum schulis­chen und außer­schulis­chen Unter­richt, zur Päd­a­gogik, zur kul­turellen Bil­dung und Kun­stver­mit­tlung gekennze­ich­net ist, wer­den wir ihre Beziehung zu den genan­nten Feldern in der geplanten Vor­trags- und Diskus­sion­srei­he aus­loten. Bilden die Bezugs­felder eine Grund­lage oder Per­spek­tivierung der Kun­st­päd­a­gogik oder ste­hen sie in einem dial­o­gis­chen Ver­hält­nis zu ihr, in dem bei­de Diszi­plinen voneinan­der ler­nen kön­nen? Oft han­delt es sich um ungek­lärte oder schwierige Beziehun­gen, um Gren­züber­schre­itun­gen, ter­ri­to­ri­ale Abgren­zun­gen oder aber um das Entste­hen des einen aus dem anderen, d.h. um Wech­sel­seit­igkeit.

Anstatt die Kun­st­päd­a­gogik zu definieren und einzu­gren­zen, ver­suchen wir, sie durch Über­schnei­dun­gen zu anderen Diszi­plinen zu kon­turi­eren. Die trans­diszi­plinären Aspek­te und Schnittstellen machen das Spez­i­fis­che des Fach­es Kun­st­päd­a­gogik aus. Erst die Berührungspunk­te lassen Inhalte und For­men entste­hen, aus denen her­aus sich didak­tis­che Fragestel­lun­gen ergeben.

Eine Vor­tragsrei­he im Win­terse­mes­ter 2018/19 bildet den Auf­takt zu ein­er fort­laufend­en Rei­he von Gastvorträ­gen der Kun­st­päd­a­gogik zu weit­eren kün­st­lerischen und wis­senschaftlichen Bezugs­feldern.

Prof. Dr. Sara Hornäk, Daniela Ger­nand, Susanne Hen­ning, Vertr. Prof. Ina Schef­fler

VORTRAGSREIHE IM WS 2018/19

IM BRAUHAUS, MITTWOCHS 10.15 – 11.45 UHR, BH 202, (AM 07.11.18: 14.15–15.45)
UNIVERSITÄT SIEGEN, ZUM WILDGEHEGE 25, 57076 SIEGEN

 

14.12.18 in Wissenstransfer
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