PLANET DER MEDIEN

Entwurf und Realisierung Architektur und Medienkunstwerk EXPO 2000

Als PLANET DER MEDIEN wurde der Bertelsmann Pavillon zum weltweiten Publikumserfolg für die mehr als 18 Millionen Besucher auf der Weltausstellung in Hannover. Die Nachnutzung erfolgt durch die Hochschule Hannover - Fakultät Design und Medien.

Atmo­sphä­ri­scher Raum aus Licht und Far­ben

Der »PLANET M«, des­sen Name »Medi­en für Men­schen« bedeu­tet, ver­mit­tel­te den rund 7. Mill. Besu­chern der Expo sowie den welt­weit medi­al ange­schlos­se­nen Zuschau­ern und Lesern das Tätig­keits­feld des Ber­tels­mann­kon­zerns, der zu den welt­weit größ­ten Medi­en­un­ter­neh­men gehört. Der Pavil­lon wird heu­te als Audi­to­ri­um der Hoch­schu­le Han­no­ver nach­ge­nutzt, die ihren Stand­ort auf dem Expo-Pla­za hat. Der Pavil­lon ent­stand in Zusam­men­ar­beit mit der Agen­tur Tri­ad und BGKK sowie mit dem Künst­ler James Tur­rell, der die ein­zig­ar­ti­ge Licht­in­sze­nie­rung für die Gebäu­de­hül­le ent­wi­ckelt hat.

Durch die Licht­in­sze­nie­rung ver­än­der­te der Pavil­lon bestän­dig sei­ne Gestalt, die noch heu­te mit einem Gewe­be aus Edel­stahl über­spannt ist. Bei Tag bricht sich das Son­ne­licht an der fei­nen Gewe­be­struk­tur der Außen­haut, was zu flir­ren­den Inter­fe­renz­erschei­nun­gen füh­ren kann.

Wäh­rend sich im Kubus die Unter­neh­mens­spar­ten in einem drei­ge­schos­si­gen Hoch­re­gal prä­sen­tier­ten, wur­de der »Blob« aus Stahl­ble­chen in Schiff­bau­tech­nik zusam­men­ge­schweißt und im Inne­ren als Mul­ti­me­di­a­raum kon­zi­piert. Die anspruchs­vol­le Sta­tik des mehr­schich­ti­gen Stahl­kör­pers, bei dem wie im Schiff­bau Span­ten und Sen­ten Anwen­dung fan­den, wur­de in Zusam­men­ar­beit mit dem Inge­nieur­bü­ro Arup erstellt.

Die Besu­cher wur­den von einer hydrau­li­schen Hub­büh­ne in das Inne­re des »Blob« geho­ben. Nach dem Mul­ti­me­dia­er­eig­nis mit der Vor­stel­lung der Medi­en­ak­ti­vi­tä­ten des Kon­zerns, gin­gen die Besu­cher über eine Bücke in den Kubus, von wo es an den ein­zel­nen Kon­zern­spar­ten vor­bei in das Erd­ge­schoss ging, wo der Shop den Abschluss des Besu­ches bil­de­te. Die Besu­cher­füh­rung beim Abstieg über die 3 Eta­gen über­nahm die Medi­ent­tech­nik des Hoch­re­gals, in dem Schei­ben aus »Pri­va­li­te« ein­ge­baut waren, die durch Indu­zie­rung von Strom vom mil­chi­gen in einen trans­pa­ren­ten Zustand wech­seln konn­ten.

 

Nach­hal­tig­keit

Das Gebäu­de wird heu­te von der Hoch­schu­le Han­no­ver — Fakul­tät Design und Medi­en nach­ge­nutzt. Die Licht­in­stal­la­ti­on von James Tur­rell wur­de bis­her nicht wie­der her­ge­stellt.

Adres­se: Expo Pla­za 2, 30539 Han­no­ver

03.12.00 in Praxis
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