Atmosphärische Skizze

Durch die Beschränkung auf wenige bedeutsame Sachverhalte wird die Skizze zu einem originären Vermittlungswerkzeug, das den Kern unserer Gedanken und Emotionen auf anschauliche Weise zum Ausdruck bringt.

Lernziele

Mit der Entwick­lung neuer visueller Darstel­lung­stech­niken und leis­tungs­fähiger Kom­mu­nika­tion­s­me­di­en steigt die Kom­plex­ität der ver­mit­tel­baren Inhalte. Während die detail­ge­treue Zeich­nung von visuellen Sachver­hal­ten an Bedeu­tung ver­loren hat, steigt die Anforderung an die Skizzen­tech­nik. Über schnelle präzise Lin­ien-, Farb- und Licht­skizzen ler­nen wir die wesentlichen Inhalte, Eigen­schaften und Hand­lungsabläufe ein­er Sit­u­a­tion ken­nen.

Inhalte

Der Kurs begin­nt jew­eils mit einem Stadtspazier­gang, bei dem 10–20 inter­es­sante Sit­u­a­tion im Skizzen­buch fest­ge­hal­ten wer­den. Die Zeit dafür ist begren­zt. Im ersten Teil soll auss­chließlich mono­chrom und lin­ien­haft skizziert wer­den. Der Fokus liegt auf einem Punkt im Gesichts­feld, der den Mit­telpunkt der Aufmerk­samkeit beze­ich­net. Alles Andere wird aus­ge­blendet.
Im zweit­en Übungss­chritt erfol­gt die Mate­ri­al­isierung der aus­gewählten Sit­u­a­tio­nen durch die Poly­chromie. Dabei wird nicht aus­ge­malt, son­dern far­big skizziert. Lin­ien wer­den durch flächige Pin­sel­striche erset­zt. Flächen, Kör­p­er, Per­spek­tiv­en und Mate­ri­alien wer­den über Farbflächen erzeugt. Beson­deres Augen­merk gilt dem Unter­schied zwis­chen den Licht- und Kör­per­far­ben.
Im drit­ten Schritt wer­den atmo­sphärische Skizzen entwick­elt, die aus möglichst weni­gen far­bigen Fleck­en kom­poniert sind. Beson­dere Bedeu­tung hat hier­bei die Darstel­lung der Zeitlichkeit. Schat­ten, Glan­zlichter, Spiegelun­gen und Reflex­io­nen unter­stre­ichen die atmo­sphärische Dimen­sion der beobachteten Raum­si­t­u­a­tio­nen. Die tat­säch­lichen Gegeben­heit­en der Umwelt treten hin­ter dem sub­jek­tiv­en Erleb­nis des Augen­blicks zurück. Die atmo­sphärische Skizze lebt von der Phan­tasie des Betra­chters und sein­er Ent­geg­nung auf die Gegen­wart der Phänomene Farbe, Licht und Raum.

Kursdauer

2 Kurse mit jew­eils 4 Sem­i­narta­gen und 8 Arbeit­sta­gen

 

Mehr zu Meth­o­d­en und Didak­tik in der Pub­lika­tion “Grund­la­gen der kreativ­en Gestal­tung” (In Vor­bere­itung, Vormerkun­gen bitte an mail@axelbuether.de)

08.12.08 in
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