Lebenslange methodische Förderung der Wahrnehmung

Sehen kann doch jeder, weshalb sollten wir unsere Wahrnehmung dennoch lebenslang fördern?

Die Kenntnis der Wissensstruktur unseres Gehirns bestimmt die Effizienz jeder Lernmethodik.

Kleine Kinder nutzen das anschauliche Lern­po­ten­tial ihres Gehirns opti­mal, da sie in ihrem All­t­ag über­all etwas Beson­deres sehen. Sie staunen, exper­i­men­tieren mit allen Sin­nen und fra­gen neugierig nach. Uns dage­gen bleibt die Frage, warum wir diese effiziente anschauliche Lern­methodik nicht im gesamten Bil­dung­sprozess weit­er­führen. Wir kön­nen unsere räum­lich-visuellen Gehirn­leis­tun­gen lebenslang fördern, insoweit wir unsere Sehfähigkeit, das anschauliche Vorstel­lungsver­mö­gen und die Darstel­lungs­fer­tigkeit­en sys­tem­a­tisch fordern.

Über die Bil­dung der räum­lich-visuellen Kom­pe­tenz erhal­ten wir Zugang zum unbe­gren­zten anschaulichen Wis­sensarchiv unseres Natur- und Kul­tur­raums. In nahezu allen zukun­fts­fähi­gen Tätigkeits­feldern wer­den grundle­gende Fähigkeit­en und Fer­tigkeit­en zur anschaulichen Gestal­tung und Kom­mu­nika­tion vorausgesetzt.Die Bil­dung der räum­lich-visuellen Kom­pe­tenz ermöglicht uns daher die Teil­habe an mod­er­nen Gesellschaften. Wir bekom­men ein anschaulich­es Erken­nt­nis- und Ver­ständi­gungs- sowie Prob­lem­lö­sungs- und Ver­mit­tlungsin­stru­ment an die Hand, das unsere ver­bale Sprachkom­pe­tenz opti­mal erweit­ert und sin­nvoll ergänzt.

Über die Bil­dung der räum­lich-visuellen Kom­pe­tenz fördern wir zugle­ich auch unsere Intel­li­gen­zen­twick­lung. Dazu müssen wir ler­nen, die anschaulich erwor­be­nen kreativ­en, ana­lytis­chen und prak­tis­chen Strate­gien auf die Lösung von all­ge­meinen Prob­lem­stel­lun­gen zu über­tra­gen. Die The­o­rie grün­det sich auf den Forschungs­stand der Neu­rowis­senschaften, die Auswirkun­gen von Gehirn­schädi­gun­gen sowie den Ver­gle­ich der Raumvorstel­lun­gen von blind­ge­bore­nen, erblind­e­ten und sehfähi­gen Men­schen.

Pub­lika­tion “Die Bil­dung der räum­lich-visuellen Kom­pe­tenz”

28.12.10 in Wissenstransfer
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