Das von den Anfor­de­run­gen moder­ner Gesell­schaf­ten, von indus­tri­el­len Bau­stof­fen und Tech­no­lo­gien geprägte Erschei­nungs­bild stil­bil­den­der Bau­ten und Sied­lun­gen der Moderne zeigt, wie Farbe und Form auch heute bereits im Ent­wurfs­pro­zess als Ein­heit geplant werden können.

Von der Farbenlehre zum Farbe Lehren

Das Symposium soll einen Blick auf die wesentlichen Lehrfelder unter dem Stichwort Farbe schaffen. Parallel zu den seit Jahrhunderten entwickelten wissenschaftlichen und angewandten Farbenlehren und -systematiken gab es immer wieder Versuche in Kunst, Architektur und Design, Pädagogiken des Gestaltens mit Farbe zu formulieren. Die bekanntesten Ansätze finden sich in der Bauhauspädagogik mit Vertretern wie Klee, Itten und Albers, deren Lehransätze hinlänglich erforscht, beschrieben und veröffentlicht wurden.

Weniger bekannt und kaum systematisch aufgearbeitet sind dagegen die pädagogischen Ansätze an der Kunstakademie Stuttgart in der ersten Hälfte des 20 Jahrhunderts, die einen wesentlichen Einfluss auf viele nachfolgende Generation von Künstlern und Lehrern hatten. Das 9. Dresdener Farbenforum soll durch Vorträge und Ausstellungen einen Einblick in die Geschichte der Farbenlehre in der bildnerischen Entwurfslehre bei Adolf Hölzel, Willy Baumeister und Fritz Seitz geben. Erstmals in diesem Zusammenhang diskutiert werden die pädagogischen Tafeln von Willy Baumeister und Arbeiten von Fritz Seitz Dabei sollen die geschichtlichen Hintergründe für die Entwicklung dieser Pädagogik aufgezeigt, deren gestalterische und kompositorische Prinzipien dargestellt und der Einfluss dieser Schulen auf Kunst, Design und Architektur bis hin zur jetzigen Zeit untersucht werden, um letztendlich die Rolle der Farbe in der Architektur auch im Allgemeinen zu debattieren.

Datum/Ort

Do 2. + Fr 3. Juli 2015,
TU Dresden, Fakultät Architektur, Zellescher Weg 17, 01069 Dresden
Raum 006 und Sammlung Farbenlehre.

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