Kreativität lehren und lernen — Die methodische Förderung der kreativen Intelligenz

Ringvorlesung „Kreativität im aktuellen kunstpädagogischen Diskurs“

Das kreative Potential einer Idee bestimmt sich über das Interesse des Einzelnen und der Gesellschaft. Eine emotionale und inhaltliche Auseinandersetzung kann nur dann stattfinden, wenn das thematisierte Problem unsere Aufmerksamkeit erregt. Daher erhält eine Idee ihren Wert nicht allein durch ihren Inhalt, sondern durch ihren Neuigkeitswert und ihre Relevanz für den Betrachter.

 

10 Punkte zur Gestaltung kreativer Prozesse

  1. Muße – Freiräume für spielerisch-exper­i­mentelle Sit­u­a­tio­nen schaf­fen
  2. Arbeit­sat­mo­sphäre – The­ma­tisch anre­gende Kon­texte her­stellen oder suchen
  3. Lust­ge­fühl – Emo­tion­al motivierende Ein­stel­lung zum The­ma find­en
  4. Inter­esseGedanklich motivierende Per­spek­tive auf das The­ma find­en
  5. Reflex­ion — Wahrnehmung und Bew­er­tung des Prozessver­laufs
  6. Ideen­flussDen Weg zum Ziel machen und auf Ent­deck­ungsreise gehen
  7. Syn­ergienPar­tizipa­tives Ler­nen und autonomes Denken im Diskurs
  8. Inspi­ra­tion – Soziokul­turellen und inter­diszi­plinären Aus­tausch suchen
  9. Impro­vi­sa­tion – Kul­tivierung von Spon­tan­ität und Bauchge­fühl im Ste­greif
  10. Orig­i­nal­ität — Fokussierung auf die Ideen­suche und die Per­sön­lichkeits­bil­dung

 

Konzept des Veranstalters zur Vortragsreihe

Kreativ­ität und Ler­nen sind in vie­len fach­di­dak­tis­chen Fragestel­lun­gen und Praxisentwürfen eng miteinan­der ver­bun­den. Dies hat Wil­helm Ebert bere­its in den 1970er Jahren in sein­er Mono­gra­phie „Kreativ­ität und Kun­st­päd­a­gogik“ disku­tiert. Spricht man aber aktuell von Ler­nen im Fach Kun­st, so liegt nicht immer ein ein­heitlich­es Ver­ständ­nis davon vor, was überhaupt gel­ernt wer­den soll. Sprechen die einen von ästhetis­chem Ler­nen, so sind für die anderen wiederum künstlerische Prozesse oder die Vorstel­lungs­bil­dung zen­tral für kun­stun­ter­richtlich­es Ler­nen. Kreativ­ität wird dabei in vie­len gegen­wär­ti­gen The­o­rien und Diskus­sio­nen allerd­ings nur wenig berücksichtigt. Kreativ­ität gilt nach wie vor mehr als ein unklar definiert­er Begriff, zu stark abgenützt durch seine infla­tionäre Ver­wen­dung, u. a. der Hobby‐ und Bastel­branche, aber auch in so manchen Begründungsstrukturen für kun­st­päd­a­gogis­ches Han­deln. Wenig berücksichtigt ist jedoch, dass kreatives Denken und Han­deln als Kernkom­pe­tenz bild­ner­ischen Gestal­tens ver­standen wer­den kann und damit für Ler­nen im Fach Kun­st einen wichti­gen Beitrag leis­ten kann.

Die Ringvor­lesung möchte den Zusam­men­hang von Kreativ­ität und Ler­nen im Fach Kun­st näher beleucht­en und anhand von unter­schiedlichen Per­spek­tiv­en und kun­st­päd­a­gogis­chen Posi­tio­nen disku­tieren. The­o­retis­che und empirische Beiträge sowie Beiträge aus der Schul­prax­is bilden hierfür die Grund­lage.

Ringvor­lesung „Kreativ­ität im aktuellen kun­st­päd­a­gogis­chen Diskurs“
Vor­trag Prof. Dr. Axel Buether “Kreativ­ität lehren und ler­nen”
09. Mai 2016 18:00 — 19:30
Alanus Hochschule für Kun­st und Gesellschaft
Alanus Uni­ver­si­ty of Arts and Social Sci­ences
Villestraße 3 – 53347 Alfter
Stan­dort: Cam­pus II, Villestraße 3, 53347 Alfter

 

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01.05.16 in Wissenstransfer
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