Slitscan Space redefined

Raumexperimente im Rahmen eines Filmworkshops

Für eine Woche werden wir Ihre Umweltwahrnehmung auf einen schmalen Ausschnitt des gewohnten Erscheinungsbildes begrenzen und hierdurch neuartige filmische Räumen generieren. Mit jeder Bewegung beginnt der gewohnte auf einen Spalt zusammengedrängte Raum plötzlich zu fließen, wodurch sich uns ein unbegrenzter Spielraum für kreative Experimente eröffnet.

Alles könnte auch ganz anders sein — Raumwahrnehmung als Gestaltungspotential:

Die Tech­nik des „Slitscan“ geht auf Exper­i­mente mit der Raumwahrnehmung in Kubrick’s Film “2001 A Space Odyssey“ zurück, in dem eine faszinierende Reise in Licht­geschwindigkeit durch das All simuliert wurde. Durch neue Bildme­di­en haben sich die Voraus­set­zun­gen für die Darstel­lung von Räu­men im „Slitscan-Modus“ stark vere­in­facht, weshalb wir diese Tech­nik in
unserem Kurs zur Neuin­ter­pre­ta­tion von ganz alltäglichen Sit­u­a­tio­nen und Abläufe anwen­den wer­den. Die sicht­bare Welt ist nicht mehr als eine Kon­struk­tion unseres Gehirns. Jede Verän­derung der Wahrnehmungsparamter führt zu ein­er Neustruk­turierung der Wirk­lichkeit.

Alltägliches neu sehenlernen — Nichts ist so, wie es scheint und muss so bleiben, wie es ist:

Unsere Lebenswelt wurde und wird von anderen Men­schen nach ihren Vorstel­lun­gen gestal­tet, die allen Räu­men und Din­gen ihre Ansicht­en einbeschrieben haben. Sobald wir unsere gewohnte Sicht auf die Umwelt hin­ter­fra­gen, wer­den die Kon­ven­tio­nen sicht­bar, auf denen sich unsere Vorstel­lun­gen von der eige­nen Lebenswirk­lichkeit grün­den. In dem wir die Struk­turen sehen
ler­nen, die unseren Raumvorstel­lun­gen zu Grunde liegen, ent­deck­en wir zugle­ich einen uner­schöpflichen Gestal­tungsspiel­raum für den Aus­druck unser­er eige­nen Ideen.

Unter­stützung Slitscan: Sebas­t­ian Huber
Unter­stützung Video: Stef­fen Raben­stein

Halle, Ver­fass­er: Lukas Adol­phi und Lucas Treise

Tick Tack, Ver­fass­er: Felix Krämer und Mag­dale­na Groth

Zug­fahrt, Ver­fass­er: Nora Fiedler und Matthias Grosskopf

20.07.11 in Lehre
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