Vortrag Semiotik des Raums

Ringvorlesung Architekturwahrnehmung Audimax Bauhaus-Universität Weimar 3.11.2015 17:00

Am Gebrauch des Raums zeigt sich, was uns wichtig und nützlich ist oder seinen Zweck verloren hat, was es zu bewahren oder zu erneuern gilt. Die Erforschung unserer Raumwahrnehmung ist die Leitwissenschaft der Umweltgestaltung, von der Stadtplanung über die Architektur bis zur Innenarchitektur und Szenografie

 

 

Raum ist ein Wel­terken­nt­nis- und Weltbeschrei­bungssys­tem. Wir nehmen Raum mit allen Sin­nen wahr, weshalb es nicht nur von Bedeu­tung ist, wie ein Raum aussieht, son­dern eben­so auch, was er uns sagt, wie er sich anfühlt, wie er klingt, riecht, schmeckt oder unsere Bewe­gun­gen steuert.

Raum funk­tion­iert wie eine Sprache, was nicht ver­wun­der­lich ist, da unsere kör­per­lichen Inter­ak­tio­nen mit der Umwelt die Grund­lage unser­er Kom­mu­nika­tion mit der Umwelt bilden. Jede Form der Umwelt­gestal­tung hat direk­te Kon­se­quen­zen für die Struk­turen unseres Gehirns.

Der Kul­tur­raum ver­mit­telt uns die Gebrauch­san­weisung sein­er Benutzung. Wir nehmen wahr, wohin wir uns ori­en­tieren müssen, wie wir Dinge benutzen oder mit was wir inter­agieren kön­nen. Die Raumwahrnehmung ini­ti­iert und fördert einen gen­er­a­tionsüber­greifend­en Lern­prozess, der stetiger Erneuerung bedarf und daher niemals abgeschlossen sein kann. Junge Men­schen nehmen war, wie Gesellschaft funk­tion­iert und wo sie ver­sagt.

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Link zum Ver­anstal­ter Bauhaus-Uni­ver­sität Weimar

17.10.15 in Wissenstransfer
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